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Aktuelles Datum: 22.05.2012

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Nächste Sendung am 29.01.2012 um 23:35 Uhr

Denis Scheck trifft T.C. Boyle und Alexander Kluge

Alexander Kluge (Bild: dpa) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Alexander Kluge ]
"Das fünfte Buch": Alexander Kluge zum Achtzigsten!
Eine fast endlos erscheinende Reihe an Preisen ziert Alexander Kluges Leben. Er hat abendfüllende Spielfilme gedreht, Kulturprogramme geprägt und neue Fernsehformate kreiert. Bekannt ist der promovierte Jurist als Regisseur, Filmproduzent, Hochschulprofessor, Kunsttheoretiker, Medienmanager und Philosoph. Am 14. Februar wird er 80 Jahre alt und bringt mit seinem neuen Werk "Das fünfte Buch" (Suhrkamp) ein großes Erzählprojekt zu seinem Abschluss.

In vier vorausgegangenen Bänden, der zweibändigen "Chronik der Gefühle" und zwei Geschichtensammlungen, hat er seine über sechs Jahrzehnte hinweg entstandenen Geschichten in großformatigen Bänden versammelt. Alle Geschichten, die darin nicht enthalten waren, sind in diesem letzten präsentiert. Darüber hinaus aber führt "Das fünfte Buch" mit einer großen Gruppe "Neuer Lebensläufe" auf den Beginn von Kluges Laufbahn als Erzähler zurück. Seine Lebensläufe erschienen 1962, vor genau 50 Jahren. Der Lebenslauf ist für Alexander Kluge "das Gefäß aller Erfahrung – für Abgründe der Vernunft, für Brückenköpfe zu offenen Horizonten, für die realistisch-antirealistische Doppelnatur des Menschen und den inneren Partisanen in jedem von uns".

T.C. Boyle (Bild: dpa) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: T.C. Boyle ]
T.C. Boyle: "Wenn das Schlachten vorbei ist" (Hanser)
Er schätzt das apokalyptische Ambiente, seine Geschichten führen geradewegs in die Katastrophe. Ein Happy End gibt es kaum in den mehr als zehn Romanen, zahlreichen Erzählungen und Kurzgeschichten des US-amerikanischen Autors, der trotzdem oder gerade deshalb eine weltweite Fangemeinde hat. Boyles Thema ist der Konflikt zwischen Mensch und Natur oder zwischen Schicksal und Freiheit. Oft geht es um die Zukunft der Menschheit schlechthin.

Thomas Coraghessan Boyle gilt als der Punk unter den Autoren in den USA. Seinen früheren Drogenkonsum tauschte er durch die "Sucht nach Schreiben" aus. Bereits der erste Roman des promovierten Literaturwissenschaftlers, "Wassermusik", wurde vor genau dreißig Jahren ein Welterfolg. In wenigen Tagen erscheint sein neuer Roman, in dem es um zwei Fraktionen von Umweltschützern geht, die sich auf den Channel Islands vor der Südküste von Kalifornien, einen erbitterten Kampf liefern.

Außerdem kommentiert Denis Scheck die Top Ten Sachbuch-Bestseller und empfiehlt den Roman "Tine" von dem dänischen Schriftsteller Herman Bang (1857–1912) (Manesse Verlag), der einmal einer der bekanntesten Autoren der literarischen Welt war. Zeitgenossen nannten seinen Namen in einem Atemzug mit Claude Monet, denn Herman Bang stand für den literarischen Impressionismus, dem Monet den Namen gegeben hatte.

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