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Julian Barnes
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Er ist gleichermaßen großer Romancier und Meister der Kurzgeschichte: der britische Booker-Preisträger Julian Barnes. In seinem neuen Buch versammelt er 14 ganz alltägliche Storys über Nachbarschaftspartys, alternde Schriftstellerinnen oder Immobilienmakler, die sich in Kellnerinnen verlieben.
Aber wie er deren Leben beleuchtet, wie er Eitelkeiten, Vorurteile, geheime Hoffnungen und falsche Erwartungen zeigt, das ist alles andere als alltäglich. Fast immer sind es Geschichten von Paaren – Freunde, Ehepartner, Liebespaare –, und fast immer ist das zwischem beiden Gesagte so wichtig wie das Ungesagte, das Verschwiegene.
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Julian Barnes: "Unbefugtes Betreten", Kiepenheuer und Witsch
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In oberflächlichen ironischen Partygesprächen werden die wahren Probleme nur umkreist, alte Freundinnen sind auch nach Jahrzehnten gemeinsamer Erlebnisse immer noch neidisch aufeinander, und statt seine neue Freundin nach ihrer Vergangenheit zu fragen, schnüffelt er in ihren Schubladen herum – und verdirbt so, was er gerade erst angefangen hat.
Nach seinem bewegenden Buch über den Tod ("Nichts was man fürchten müsste") und seinem überaus erfolgreichen Roman "Vom Ende einer Geschichte" erweist sich Julian Barnes auch mit diesen Geschichten wieder als einer der großartigsten Beobachter menschlicher Stärken und Schwächen – und nicht zuletzt als Autor mit einem wunderbaren Humor.
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 16.12.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.