SENDETERMIN So, 23.09.12 | 23:35 Uhr

Das Lied von Eis und Feuer

von George R. R. Martin

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George R. R. Martin: Das Lied von Eis und Feuer | Video verfügbar bis 25.09.2017
Buchcover "Das Lied von Eis und Feuer"
"Das Lied von Eis und Feuer", Blanvalet Verlag

George R. R. Martin ist für Liebhaber fantastischer Literatur eine lebende Legende. Sein bisher fast viertausend Seiten umfassendes Fantasy-Epos "Das Lied von Eis und Feuer" (deutsche Ausgabe bei Blanvalet) – eine Mischung aus Shakespeares Königsdramen, Nibelungenlied und J. R. R. Tolkiens Mittelerde – erzielt in den USA Millionenauflagen und wurde als "Game of Thrones" aufwändig verfilmt.

George R. R. Martin
George R. R. Martin

Wer ist der Mann, der so erfolgreich Welten aus Macht, Mord und Intrigen erfindet?  Denis Scheck traf ihn im US-amerikanischen Santa Fe.  Schon als Kind habe er für Ritter, Burgen und Drachen geschwärmt. So was gibt’s in Amerika nun mal nicht, und die Sehnsucht nach dem, was man nicht hat, mag ein Teil der Erklärung sein. "Es ist eine lange Geschichte, erzählt in fünf Büchern, aber eben eine Geschichte mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende. Es ist eine große Geschichte mit einem riesigen Figurenrepertoire, sehr komplex, angesiedelt in den Sieben Königreichen von Westeros,  meiner Version von Mittelerde, wenn man so will." 

Ein Fantasy-Epos mit politischem Anspruch sogar: "Ich hoffe, meine Leser zum Nachdenken über politische Fragen zu bringen. Ich habe ja gesagt, dass meine Liebe der Fantasyliteratur gilt, ich will Fantasy nicht schlecht machen. Aber viele Fantasyromane sind wahnsinnig holzschnitthaft: Aus guten Männern werden gute Könige, aus bösen Männern schlechte Könige. Solche Romane unterstellen, Tugend allein reiche in der politischen Arena aus. Ich aber wollte, dass es meine Figuren genau so schwer haben wie Politiker in der Wirklichkeit. Wenn zum Beispiel Daenerys Targaryen eine Stadt der Sklavenhändler erobert und sie zu regieren versucht, stellt sie fest, dass gute Absichten allein kein Regierungsprogramm sind. Da gilt es eine Reihe sehr schwerer Entscheidungen zu fällen, und egal, was man macht, die Leute werden einen hassen."

Stand: 23.04.2013 09:24 Uhr

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