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Kanada

von Richard Ford

Banküberfall, Mord, verschmierte Schminke: Richard Ford über die Geheimnisse der Menschen

Richard Ford (Bild: dpa) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Richard Ford ]
Der große amerikanische Roman, der eine Welt erzählt, die Gegenwart erklärt und in die Zukunft weist, der natürlich sofort verfilmt wird, den Nobelpreis erhält und seinen Autor unsterblich macht: Er wird jedes Jahr aufs Neue erwartet, irgendwo ausgemacht und dann doch schnell wieder vergessen. Deshalb: Richard Ford lesen! Denn sein neuer Roman funktioniert ganz anders.

Richard Fords "Kanada", Verlag Hanser Berlin (Bild: Verlag Hanser Berlin) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Richard Fords "Kanada", Verlag Hanser Berlin ]
"Meine Eltern waren die unwahrscheinlichsten Bankräuber der Welt. Sie waren keine verrückten Leute, keine offensichtlichen Kriminellen. Niemand hätte geglaubt, dass ihr Schicksal diesen Verlauf nehmen würde. Sie waren ganz normal – obwohl diese Aussage natürlich null und nichtig wurde, als sie tatsächlich eine Bank überfielen."

'Kanada' ist ein Familienroman am Rande der amerikanischen Prärie, wo Indianer wohnen und die Kinder begreifen, dass auch Väter irren können. Ein Leben gerät hier aus den Fugen, aus Not und Übermut. Wir folgen dem 15-jährigen Helden Dell, gehen mit ihm, weiter und weiter. Unprätentiös, anschaulich, direkt und bildgewaltig ist das erzählt: Als zutiefst menschliches Drama. Und deshalb ist Richard Fords 'Kanada' wirklich ein großer amerikanischer Roman.

Richard Ford, geboren 1944 in Jackson, Mississippi, erhielt 1996 für seinen Roman 'Independence Day' den Pulitzer-Preis. Er lebt in Maine.

(Richard Ford: Kanada. Hanser Berlin Verlag)

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 28.10.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

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Sendetermin
So, 28.10.12 | 23:35 Uhr