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Hoppe

von Felicitas Hoppe

Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe wird mit dem Georg-Büchner-Preis 2012 ausgezeichnet, teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am 15.05.2012 mit. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als bedeutendste Auszeichnung für Literatur in Deutschland.

Felicitas Hoppe (Bild: dpa) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Felicitas Hoppe ]
Wer bin ich? Wer war ich? Und wer will das wissen? Wäre es nicht viel schöner zu fragen: Wer oder was hätte ich sein können? Nicht Autobiographie nennt Felicitas Hoppe ihr neues Buch, sondern Traumbiographie – eine Geschichte über eine deutsche Schriftstellerin, ihre Kindheit und Jugend, ihre ersten literarischen Versuche, ihre Reisen, ihre Bücher. Von Kanada über Australien bis nach Amerika.

"Hoppe" von Felicitas Hoppe, Fischer (S.) (Bild: Fischer (S.)) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: "Hoppe" von Felicitas Hoppe, Fischer (S.) ]
Hoppe heißt diese Schriftstellerin – und das ganze Buch ist ein virtuoses Verwirrspiel. Was ist hier erlebt, was ist erfunden, was ist Realität, was Fantasie? Dass man beim Lesen hin- und hergerissen wird, ist die Absicht der Autorin, mehr noch: dass es einem am Ende egal ist. Denn die Geschichte ist so amüsant, mit leichter Ironie erzählt, dass man die Wahrheit gar nicht mehr wissen will – und das ist der Triumph der Literatur. Und eine schöne Kritik an der Faktenhuberei aller gängigen Autobiographien: Was wissen wir schon über uns selbst? Und wer kann schon Wunsch und Wirklichkeit auseinanderhalten? Felicitas Hoppe, soviel ist gewiss, kommt aus der Rattenfängerstadt Hameln – selten ist man einer Lügnerin so gern gefolgt.

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 29.04.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

Sendetermin
So, 29.04.12 | 23:35 Uhr