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Daniel Kehlmann: "Tyll"

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Selten gibt es historische Romane, die so viel Gegenwart atmen: Daniel Kehlmann hat mit "Tyll" (Rowohlt) in diesem Herbst eine geniale Geschichte über den Dreißigjährigen Krieg vorgelegt. In die Schreckensjahre zwischen 1618 und 1648 projiziert er die legendäre Figur des Tyll Ulenspiegel, der als Gaukler, Seiltänzer und Jongleur durch Deutschland zieht.

Buchcover von Daniel Kehlmann: "Tyll"
Cover von Daniel Kehlmanns Roman "Tyll" | Bild: Rowohlt Verlag

Kehlmann entwirft das Panorama einer Zeit zwischen Aufbruch und Aberglaube, einer Zeit, in der sich Europa selbst zerfleischt und in der vom König bis zum Bettler alle in ihrem jeweiligen Wahn leben. Kehlmanns Sprache ist dabei so lebendig, sein Erzählen so klug und ironisch, dass man in vielen Situationen auch den Wahnsinn unserer Zeit entdecken kann – ohne dass der Roman jemals die Epoche des Dreißigjährigen Kriegs verlässt. Ein Lese- und Denkvergnügen, das in diesem Bücherjahr seinesgleichen sucht.

Stand: 18.12.2017 00:05 Uhr

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Mo, 18.12.17 | 00:05 Uhr
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Produktion

Norddeutscher Rundfunk
Radio Bremen
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