Stellungnahme der ARD

Der "Druckfrisch"-Beitrag "Denis Scheck über Sprachexorzismus" aus der Sendung vom 27. Januar 2013 hat Diskussionen ausgelöst. Die Redaktion hat folgende Stellungnahme verfasst.

In einem Kommentar ist grundsätzlich die freie Meinungsäußerung gestattet

Im Text seines Kommentars, der sich gegen die Revision literarischer Werke richtet, hat Denis Scheck eindeutig Position gegen jede Art der rassistischen Diskriminierung Position bezogen. Zitat: "Wer heute in Deutschland von 'Negern' spricht, ist ein Holzkopf." Trotzdem muss es möglich sein, auch im Fernsehen das Theatermittel der schwarzen Schminke einzusetzen; man denke an den großartigen Ulrich Wildgruber als Othello, der gerade in der Inszenierung mit Eva Mattes als Desdemona von der Kritik ausdrücklich für die starke Wirkung dieses Mittels gefeiert wurde.

Denis Scheck und "Druckfrisch" ging es darum, auf die Absurdität dieser Diskussion mit Mitteln der Satire zu reagieren. "Druckfrisch" ist ohnehin eine Sendung, die gerne mit dem Mittel der Überspitzung arbeitet. Scheck verteidigt damit die Freiräume in der Literatur, die sich nicht den politisch opportunen Zwängen zu beugen hat. Die Sprache der Literatur lebt ja gerade davon, dass sie sich nicht in das Korsett des "politisch-korrekten" Sprachgebrauchs begibt, was der Diskurs im öffentlichen Raum auf oft bedenkliche Weise unnötig tut.

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