SENDETERMIN So, 01.07.18 | 23:30 Uhr | Das Erste

Der 22.jährige Violinist Emmanuel Tjeknavorian im Porträt

PlayViolinist Emmanuel Tjeknavorian

Der 22jährige Geiger aus Wien gab gerade in  der Reihe "Debüt im Deutschlandfunk Kultur" ein Konzert in der Berliner Philharmonie mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin. In dieser Reihe debütierten bereits Daniel Barenboim, Jessye Norman und Simon Rattle, bevor sie weltberühmt wurden.

Emmanuel Tjeknavorian gilt unbestritten als ein Ausnahmetalent. 2015 gewann er beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki gleich zwei Preise; in der Saison 2017/2018 gastiert er als "Rising Star" in den besten Konzertsälen Europas;  gerade ist seine erste CD mit Solos auf der Violine erschienen.

Ein gutes Violinkonzert ist wie ein gutes Fussballspiel

Ausnahmetalent Emmanuel Tjeknavorian
Ausnahmetalent Emmanuel Tjeknavorian

Emmanuel Tjeknavorian, Fan von Real Madrid und Ludwig van Beethoven, weiß das. Auf dem Platz wie auf der Bühne geht es um präzise Technik und kluge Taktik. Und ohne Leidenschaft geht gar nichts. Als Teenager spielte Enmanuel Tjeknavorian in einer Schülermannschaft - offensives Mittelfeld. Geige spielt er, seit er fünf ist. "Wenn ich ein Sibelius-Konzert spiele, da muss jedes Lagenfeld sitzen, genauso auf dem Feld muss jeder Pass sitzen, wenn man ein erfolgreiches Spiel absovieren will. Es hat sich in der Sprach etabliert, das man sagt: der dirigierte die Abwehr, der gibt den Takt vor.", so Emmanuel Tjeknavorian.

Emanuell Tjeknavorian ist in Berlin. Eingeladen zum "Debüt im Deutschlandfunk Kultur" mit dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin. In dieser legendären Reihe starteten bereits die Karrieren von Daniel Barenboim, Jessye Norman und Simon Rattle.

Mit zwei Jahren stand er zum ersten Mal auf der Konzertbühne, assistierte seinem Vater, einem berühmten iranischen Dirigenten. Geboren und aufgewachsen in Wien, gab er mit Sieben sein erstes öffentliches Konzert, begleitet von seiner Mutter, einer armenischen Pianistin. Ein Wunderknabe? Nein! Und auch kein braver Zögling seiner Eltern. Das Instrument hat er sich gewünscht und sein Studium selbst gewählt.

Er spielt auf einer Stradivari

Emmanuel Tjeknavorian im Interview
Emmanuel Tjeknavorian im Interview

Emmanuel Tjeknavorian gilt unbestritten als ein Ausnahmetalent. Im zurückliegenden Jahr gastierte er als "Rising Star" in den besten Konzertsälen Europas und veröffentlichte seine erste CD. Seit zwei Jahren spielt er auf einer Stradivari, die ihm ein privater Stifter der "Beare’s International Violin Society" zur Verfügung stellte. "Mich fasziniert der Gedanke: diese Geige wurde 1698 gebaut, da hatte der Mozart noch nichts komponiert, der Beethoven noch lange nicht an sein Violinkonzert gedacht und da haben die Architekten noch lange nicht an die Elbphilharmonie, aber ich nehme die diese Geige, gehe raus in so einen riesigen Saal und sie klingt.", schwärmt Tjeknavorian.

Debüt in der Berliner Philharmonie

Bei seinem Debüt in der Berliner Philharmonie spielt er das Violinkonzert von Sibelius. "Musik ist zu 99 Prozent harte Arbeit und Technik und zu einem Prozent Inspiration, und die kommt vom Schöpfer", das weiß er von seinem Vater. Emmanuel Tjeknavorian ist 22. Die Zeit der Reifeprüfungen und Wettbewerbe liegt hinter ihm. Er muss nicht mehr siegen, um sein Können zu beweisen. Jetzt muss er ein Publikum gewinnen. Die Zugabe in der Berliner Philharmonie ist ein Kinderlied von Beethoven, "Das Murmeltier", eine schlichte, traurige Weise. Pures Spiel, ganz fein, ganz groß.

Autor: Lutz Pehnert

02.07.2018 Birmingham-Debüt, Rising Star-Serie
06.07.2018 London-Debüt, Rising Star-Serie
16.07.2018 Baden-Baden
18.07.2018 Rheingau-Musikfestival Schloss Johannisberg, mit Preisverleihung Förderpreis 23.07.2018 Carinthischer Sommer
05.08.2018 Musikfestspiele Mecklenburg-Vorpommern, mit Preisverleihung Ensemblepreis
28.09.2018 Göttingen
29.08.2018 Goslar
30.09.2018 Northeim
03.10.2018 St. Petersburg
08.10.2018 Musikverein Wien

Im November Tour mit Mahler Chamber in Wien, Dortmung, Essen, Köln

Stand: 02.07.2018 12:26 Uhr

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So, 01.07.18 | 23:30 Uhr
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Rundfunk Berlin-Brandenburg
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