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Suburbicon

Filmszene aus "Suburbicon"
Filmszene aus "Suburbicon"

Willkommen in Suburbicon. Einer Stadt des Staunens und der Überraschungen. Erbaut auf dem Versprechen des Wohlstands für alle. "Die Vorstädte sind ein großer Teil unseres Lebens", sagt George Clooney. "Es war eine wichtige Sache nach dem zweiten Weltkrieg. Für 6.000 Dollar konnte man ein Haus bekommen, einen Garten, einen Swimming Pool. Wenn du weiß warst. Jeder dachte, dass das in Ordnung sei. Bis man verstand, dass nur bestimmte Leute das Recht hatten, in diesem Swimming Pool zu schwimmen."

Die Zaunpfähle winken

Matt Damon
Durchschitts-Papa Matt Damon mit seinem Film-Sohn

In Durchschnitts-Hausen wohnen Papa Matt Damon und Tante Julian Moore, ein Durchschnitts-Söhnchen und ein überdrehter Postbote, der leider nach der ersten Filmminute wieder verschwunden ist. Danach winken die Zaunpfähle. Wir sollen merken: Dieser Vater meint's nicht gut. "Ich denke, es sind sehr nette Leute", lacht Clooney. "Es ist so eine komische Sache mit den Monstern. Die Weise wie Monster entstehen, ist nicht so, dass sie ihren Bart zwirbeln und dann miese Typen sind. Sie werden dazu geformt."

Die Versicherung am Hals

Suburbicon
Filmszene aus "Suburbicon"

Erste Regel für Gelegenheitsschurken: "Wenn du willst, dass etwas erledigt wird, dann erledige es selbst." Aber Papa Matt aber holt sich die Billig-Mafia und hat bald ein Problem: die Versicherung! "Ich habe sieben oder acht Filme mit George gemacht", sagt Matt Damon. "Und die Lösung ist: Wenn er dir eine Regieanweisung gibt, dann machst du genau das Gegenteil." Das Drehbuch haben die Coen-Brüder mitgeschrieben. Aber bei Clooney sieht dann doch immer alles aus, als wollte er die Freiheitsstatue mit Streichhölzern nachbauen.

"Unser Land ist im Zorn wie nie zuvor"

George Clooney
George Clooney führte Regie

Dass die neu zugezogenen schwarzen Nachbarn fertig gemacht werden, soll wohl beiläufig erzählt wirken – aber es wirkt bloß arg gewollt – wenn daneben Matt Damon blutverschmiert durch die Gegend radelt. "Unser Land ist im Zorn wie nie zuvor. Und ich habe schon die Watergate-Zeit erlebt. Es hängt derzeit eine dunkle Wolke über unserem Land. Es ist kein Film über Donald Trump. Es ist ein Film darüber, dass wir mal anfangen sollten, unsere Probleme mit den Rassimus anzugehen", sagt Clooney. "Ob ich der nächste Präsident sein möchte? Oh, das klingt nach Spaß."

Matt Damon ergänzt: "Kann ich kurz sagen: Mir ist jeder recht, der nächster amerikanischer Präsident sein möchte. Bitte sofort." Clooney war auch diesmal wieder besser als sein Film. Alles wie immer also.

Autor: Andreas Krieger

Stand: 11.09.2017 08:16 Uhr

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