SENDETERMIN Sa, 30.05.15 | 16:00 Uhr

Dronies sind die neuen Selfies - Neue Perspektiven für Filmemacher

Dronies sind die neuen Selfies | Video verfügbar bis 28.05.2020
Filmemacher Florian Fischer filmt die Reisfelder in Bali
Aktuelles Projekt von "behind the mask": Bali auf Bali.

Florian Fischer und seine Freunde nennen sich "behind the mask". Denn sie sind alle begeisterte Taucher und gleichzeitig Kreative, Filmemacher, Fotografen und  Designer. Beim weltweit allerersten Drohnenfilmfestival 2015  in New York haben die Stuttgarter mit ihrem Kurzfilm "Floating" den ersten Preis in der Kategorie "Best poetic dronie" gewonnen. In ihren Filmen entdecken sie spektakuläre Naturlandschaften aus ständig neuen Perspektiven, mal unter Wasser und mal von oben aus der Luft mit Hilfe von Drohnen.

Mit der Drohne wie im Videospiel

Florian Fischer mit Videobrille
Die Videobrille hilft beim Lenken der Drohne.

Eine frei fliegend Kamera beflügelt die Phantasie jedes Filmemachers. Aber das Steuern der Drohne verlangt viel Übung und Talent. Die Videobrille hilft bei der Orientierung im dreidimensionalen Raum. Alles scheint, wie in einem Videospiel, sehr real. Vor allem in Bodennähe und in geringer Höhe sind die Flüge besonders schwierigen. "Da muss man höllisch aufpassen, um nicht irgendwo dagegen zu fliegen", erzählt Florian Fischer, der derzeit auf Bali für ein neues Projekt von "behind the mask" filmt. Und anders als im Videospiel hat die Drohne kein zweites Leben nach einem Absturz. "Dann ist sie meistens Schrott."

Neue Perspektiven für Filmemacher

Drohne wird vor einem Tempel in Bali gestartet.
Von ganz unten nach ganz oben: Dieser Perspektivwechsel gelingt nur mithilfe einer Drohne.

Die Filmemacher von "behind the mask" sind viel unterwegs. Deshalb bevorzugen sie kleine, leichte Drohnen, die man auch gut transportieren kann. Außerdem trauen sie sich mit einer preiswerten kleineren Drohne äußerst spektakuläre Flüge zu: eng und hoch an Objekten vorbei oder mitten durch Felsbögen durch. Sie gehen das Risiko ein, auch mal eine Drohne an die Elemente Wind und Wetter zu verlieren. Auch wenn Drohnen inzwischen billiger und für jedermann erschwinglich geworden sind, gelingen gute Aufnahmen erst nach viel Übung. Das zeigen die Filme des preisgekrönten Teams.

Autorin: Birgit Quastenberg (WDR)

Stand: 30.05.2015 12:56 Uhr