SENDETERMIN So, 25.05.14 | 17:00 Uhr

Bewegungsmangel macht krank

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Bewegungsmangel macht krank | Video verfügbar bis 24.05.2019

Sport und Bewegung sind Mord

Mann auf Couch
Ohne Bewegung fehlt etwas.

Über fünf Millionen Unfälle jährlich in Heim- und Freizeit registriert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Dazu kommen gut 2,5 Millionen Unfälle in Schulen und auf der Arbeit. Immer ist der Tod dabei, wenn sich jemand bewegt. In 2010 starben fast 17.000 Menschen an den Folgen eines Unfalls - also an der Bewegung. Da könnte man doch zu dem Schluss kommen, dass es gesünder ist, auf der Couch zu bleiben.

Das Herz schrumpft

Grafik: Schrumpfendes Herz
Ein kleineres Herz tansportiert weniger Blut.

Schon nach wenigen Tagen ohne Bewegung schrumpft das Herz. Pro Schlag transportiert es weniger Blut. Die Folge: Es gelangt weniger Sauerstoff in die Zellen des Körpers. Doch gerade den Sauerstoff brauchen die Zellen, um Leistung zu bringen – ob in den Muskeln oder im Gehirn.

Muskeln schrumpfen

Ein Bein wird eingegipst
Wenn sich ein Muskel nicht bewegt, schrumpft er.

Auch die Muskulatur schrumpft schnell. Schon nach ein bis zwei Wochen Ruhe sind zum Beispiel die Beine um bis zu zehn Prozent abgemagert. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Mitochondrien in den Muskeln ab. Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen. Werden sie weniger, kann der Muskel weniger leisten. Jeder, der schon mal einen Gips an Bein oder Arm hatte, weiß, wie schnell die Muskeln erschlaffen. Apropos Arme: Die Arme bleiben selbst bei Couchpotatoes in der Regel länger in Form, weil sie immer noch ein wenig aktiv sind - zum Beispiel um die Fernbedienung des Fernsehers zu bedienen oder etwas zu essen.

Knochen werden porös

Mann ruht sich aus
Besser auf der Couch sitzen bleiben?

Nicht nur die Muskeln, auch die Knochen bilden sich bei mangelnder Bewegung zurück. Durch die fehlende Belastung werden sie weniger durchblutet, verlieren an Masse, werden porös und weniger stabil. So absurd es klingt: Zu wenig, nicht etwa zu viel Bewegung führt dazu, dass Knochen schneller brechen. Bekannt ist das Phänomen auch unter dem Namen Osteoporose

Diabetes und Stress drohen

Der gesamte Stoffwechsel passt sich der mangelnden Bewegung an. Schließlich verbraucht der Körper viel weniger Energie. Appetitlosigkeit ist die Folge. Im Blut verändert sich die Konzentration verschiedenster Hormone. Als Folge nimmt zum Beispiel die Empfindlichkeit für Insulin ab - und das kann schnell zu Diabetes führen.

Und als wäre all das nicht genug: Nichtstun bedeutet auch Stress. Denn wer sich nicht bewegt, hat weniger Spaß.

Stand: 25.05.2014 18:30 Uhr

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So, 25.05.14 | 17:00 Uhr