Wenn es von unten an den Deckel klopft

Ein Mensch hält eine tote Ratte über einer Kloschlüssel.
Ungebetener Besuch

Wer schon ein Mal den Toilettendeckel gehoben hat und daraufhin in das Gesicht einer Ratte geblickt hat, vergisst diesen Eindruck so schnell nicht. Immer wieder treffen Menschen hungrige Exemplare der Gattung Wanderratte in ihren Badezimmern an. Die Wanderratte hat sich als Kulturfolger in der Kanalisation breit gemacht, fern von natürlichen Feinden führt sie hier ein Leben im Überfluss - denn: über Hausabflüsse gelangen erhebliche Mengen Speisereste in die Kanalisation. Allein in Köln sind es jährlich 4.000 Tonnen. Küchenabfälle und andere essbare Reste sind ein Festmahl für den Allesfresser Wanderratte.

Kein Essen in die Toilette werfen

Viele Städte kämpfen mittlerweile gegen Rattenplagen teilweise mit aufwändigen Plakataktionen. Denn die einzige Lösung, die Rattenplage langfristig in den Griff zu bekommen, ist es, den Futternachschub zu stoppen. Das Entsorgen über die Toilette kann unangenehme Folgen haben - nämlich wenn die hungrige Ratte die Nahrung bis zur Quelle verfolgt. Aber auch, wen keine Schuld trifft, könnte Rattenbesuch bekommen: Bei Hochwasser, wenn die Kanalisation voll läuft, drohen die Ratten zu ertrinken. Einziger Ausweg: Sie wandern die Zuleitungen von Hausanschlüssen
hoch, um vor den Wassermassen zu fliehen.

Sperrgitter oder Sicherheitsklappe anbringen

Damit es nicht eines Tages von innen an ihren Klodeckel klopft, gibt es mechanische Hilfe - Sicherheitsklappen sorgen dafür, dass das Fallrohr Einbahnstraße bleibt.