Tipps für mehr Bewegung

Wir sitzen zu viel. Am Arbeitsplatz, Zuhause, in der Schule, im Auto, auf der Terrasse. Damit Sitzen unsere Gesundheit nicht beeinträchtigt, gibt es einfach Dinge, die jeder machen kann, etwa dynamisch sitzen oder beim Telefonieren einmal aufstehen.
Deswegen hier unsere [W] wie Wissen-Tipps:

Richtig Sitzen

Eine Bildcollage zeigt einen Mann, der sitzt
Eine der drei Haltungen beim dynamischen Sitzen.

Führt doch kein Weg am Sitzen vorbei, kommt es darauf an, WIE man sitzt. "Dynamisches Sitzen" ist ein Schlüssel für mehr Bewegung und Gesundheit ohne Aufstehen.

So geht es: Wechseln Sie die Sitzposition möglichst häufig! Der Oberkörper bleibt gerade, aber er wechselt zwischen drei verschiedenen Haltungen:

Erste Haltung:
Rücken leicht nach vorne gebeugt - der Winkel zwischen Oberkörper und Horizontale beträgt weniger als 90 Grad, die Oberschenkel sind ein bisschen nach unten geneigt.

Zweite Haltung:
Mittlere oder aufrechte, ausbalancierte Sitzhaltung - dabei beträgt der Winkel zwischen Oberkörper und Horizontale 90 Grad.

Dritte Haltung:
Die hintere, zurückglehnte Körperhaltung. Hier ist der Winkel zwischen Oberkörper und Horizontale etwas größer als 90 Grad.

Die vordere und die mittlere Position sind anfangs ungewohnt und für die untrainierte Rückenmuskulatur anstrengend. Deshalb sollte man sich zwischendurch in einer bequemeren Haltung ausruhen, danach aber das dynamische Sitzen weiter trainieren.

Bewegung am Arbeitsplatz

Eine Frau geht über einen leeren Flur
Im Büro ist die Zauberformel: Für Bewegung sorgen.

Das klingen banal, aber man macht es trotzdem zu selten.Es gibt eine Reihe von Tricks, um sich bei der Arbeit wirksam vor dem Sitzen zu schützen und trotzdem produktiv zu bleiben!

Tipp Nr. 1:
Auf dem Weg zur Arbeit immer eine Haltestelle früher aussteigen als möglich.

Tipp Nr. 2:
Statt der Sitzung öfter mal eine
Stehung! Höhenverstellbare Tische im Konferenzraum machen das Steh-Meeting möglich. (((Beim Militär ist die kurze Lagebesprechung im Stehen schon lange üblich, mittlerweile weisen aber auch einige)) wissenschaftliche Studienweisen darauf hin: Wer steht, fasst sich kurz, ist konzentrierter, aktiver und lösungsorientierter. Noch besser, wenn dazu noch etwas inBewegung käme:Gehmeetings((erleichtern die)) erhöhen noch mehr dieKonzentration.

Tipp Nr. 3:
Alltägliche Wege künstlich verlängern. Den Drucker schön weit wegstellen oder viel trinken: Das produziert häufige Gänge zur Toilette.

Tipp Nr. 4:
Die bewegte Mittagspause - das kleine Fitnessprogramm zwischendurch. Wer etwa ein Drittel der Pause mit Bewegung an der frischen Luft oder am geöffneten Fenster verbringt, kurbelt den Kreislauf an und schützt sich vor Rücken- und Nackenschmerzen. Die Bewegungseinheit schützt übrigens auch vor der Müdigkeit nach dem Mittagessen!

Tipp Nr. 5:
Alltägliche Kommunikation nutzen. Beim Telefonieren aufstehen - ein mobiles Telefon erleichtert die Bewegung. Und: zu Kollegen im Haus lieber mal den direkten Kontakt suchen und einfach hingehen!

Überwindung des inneren Schweinehunds

Beine von Läufern
Wie motiviert man sich für mehr Bewegung?

Mal ist das Wetter zu schlecht, mal die Sporthose dreckig - eine Ausrede, um sich nicht zu bewegen, findet unser innerer Schweinehund ja immer. Aber woher kommt der eigentlich, warum verhalten wir uns auf eine Art, von der wir wissen, dass sie uns eigentlich nicht gut tut?

Schuld ist das limbische System - ein Hirnteil, der unsere unbewussten, impulsiven Handlungen steuert. Er bewirkt, dass wir uns gut und behaglich fühlen, sobald wir uns auf dem Sofa niederlassen. Ein Energiesparmodus, der dem limbischen System gefällt. Dann signalisiert er uns: Aaaahhh! Alles richtig gemacht!´ Gegen das limbische System arbeitet der präfrontale Kortex - für weitsichtiges, planerisches Denken zuständig. Er weiß, dass Bewegung eigentlich besser für uns wäre. Aber leider zieht dieser relativ junge, gebildete Hirnteil gegen den älteren und triebhaften öfter mal den Kürzeren. Und dann entsteht ein Teufelskreis: Durch unser Komfortverhalten bilden sich Nervenverbindungen, diese Nervenbahnen werden langsam zu mehrspurigen Autobahnen. Gewohnheiten entstehen und die zu durchbrechen, wird dann immer schwieriger.

Vorsätze müssen zu einer positiven Gewohnheit werden. Wie kann das gehen?

1. Nicht zu viel vornehmen.

2. Konkrete Ziele setzen.

3. Zeiten für Sport fest einplanen.

4. Am besten gemeinsam mit anderen Sport treiben.