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Rebhuhn, Spatz und Kiebitz – wo sind unsere Vögel?

Ein Spatz.
Der Spatz folgt den Menschen seit Jahrtausenden. | Bild: dpa

Spatz oder Rebhuhn, Schwalbe oder Kiebitz, Feldlerche oder Fasan – viele einheimische Vögel sind inzwischen im Bestand stark zurückgegangen oder sogar vom Aussterben bedroht. 

Der Spatz folgt dem Menschen seit Jahrtausenden – von den ersten Ansiedlungen bis in die heutigen Großstädte. Einst galt er noch als Plage – mittlerweile steht er auf der Vorwarnliste der Roten Liste bedrohter Arten. Dabei ist der Spatz ein wahrer Überlebenskünstler, enorm anpassungsfähig und erfindungsreich, dennoch hat sich in den vergangenen 20 bis 30 Jahren der Bestand bundesweit fast halbiert. Es fehlt zunehmend an Nahrung und Brutplätzen. [W] wie Wissen geht dem Spatzenschwund auf den Grund und zeigt, wie dem kleinen frechen Vogel geholfen werden könnte.

Nicht nur in der Stadt werden sie selten, auch auf dem Land leben immer weniger Vögel. Rebhühner finden in der heutigen Agrarlandschaft weder Lebensraum noch genügend Nahrung. Sie sind vom Aussterben bedroht, der Bestand ging seit 1980 um 95 Prozent zurück. Was kann man für die Tiere tun? Göttinger Wissenschaftler haben Rebhühner mit kleinen Sendern versehen und ihre Bewegungen verfolgt. Die Vögel brauchen Deckung und Nahrung. Sie profitieren von Blühstreifen und ungemähten Wiesen, in denen sie Schutz und vor allem auch Insekten für ihrer Jungen finden können. Hier muss viel mehr passieren, um die Tiere zu retten.

Beim Kiebitz besteht ebenso großer Handlungsbedarf. Er verliert seinen Lebensraum – Auenlandschaften und ungemähte Wiesen. Pestizide bedrohen die Insekten, die Vögel finden nichts mehr zu fressen. Was tun? Die konventionelle Landwirtschaft abschaffen? Unrealistisch und gar nicht nötig, sagen die Akteure von F.R.A.N.Z., einem Modellprojekt, das zum Ziel hat, den Vogelschutz in unserer Agrarlandschaft zu verbessern. Oft sind nur kleine Veränderungen nötig, um das Überleben einzelner Vogelarten zu sichern. Zehn konventionelle Bauern sind mit von der Partie, einen dürfen wir begleiten. Regelmäßig kommen Naturschützer und Wissenschaftler auf seinem Hof zusammen, um mit ihm Vogelschutz-Maßnahmen zu besprechen.

Großbritannien hat eine ganz besondere Vogelwelt – und die wohl begeistertsten Vogelbeobachter der Welt. "Twitcher" nennt man die besessenen Hobby-Ornitholgen, die sich erbitterte Wettkämpfe darum liefert, wer die meisten seltenen Vögel gesehen hat. Die Nachricht von der Sichtung eines seltenen Vogels soll bei einem typischen "Twitcher" nervöse Zuckungen auslösen. Der lässt dann alles stehen und liegen, meldet sich krank und macht sich auf den Weg, um die Seltenheit in den Fokus seines Spektivs zu bekommen. [W] wie Wissen macht sich mit so einem "Twitcher" auf die Suche nach seltenen Tieren.

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