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Die Welt ohne Bienen

Thomas D in Schutzkleidung
Nicht nur auf Honig müssten wir ohne Bienen verzichten.  | Bild: ARD / Melanie Grande

Eine Welt ohne Bienen. Das hätte Konsequenzen. Manch einer würde bestimmt ein leckeres Butterbrot mit dem flüssigen Gold der Natur vermissen. Ich nicht so sehr. Ist ja doch irgendwie nur Bienenerbrochenes.

Aber wer jetzt nur an Honig denkt, liegt daneben, denn die Biene leistet viel mehr. Sie sorgt für Vielfalt in der Natur. Wie sähe sie denn nun aus: Eine Welt ohne die Bienen? Ein Drittel von dem was wir essen, gäbe es nicht ohne die Honigbiene.

Professor Dr. Jürgen Tautz vom Biozentrum der Universität Würzburg bestätigt: 80% der 2000-3000 einheimischen Nutz- und Wildpflanzenarten sind auf die Bestäubung durch Honigbienen angewiesen. Das sind nahezu alle Obstsorten. Obst würde fast komplett verschwinden, wenn die Biene als Bestäuber wegfallen würde!

Und nicht nur das: Dazu käme der Verlust der Artenvielfalt: Viele Singvögel, Käfer und Insekten ernähren sich nämlich von Pflanzensamen. Doch ohne Bienen keine Pflanzen, ohne Pflanzen keine Samen, ohne Samen weniger Kleinlebewesen, ohne die weniger Vögel und so geht das immer weiter.

Aber warum können nicht einfach andere Bestäuberinsekten den Job der Bienen übernehmen? Tja – Bienen sind einfach unfassbar produktiv. Ein Bienenvolk bestäubt täglich mehrere Millionen Blüten. Für die gleiche Leistung benötigt man laut Professor Tautz zum Beispiel 500 Hummelvölker.

Wie können wir also den Bienen helfen – und somit auch verhindern, dass es weltweit zu nicht ersetzbaren Lücken in der Nahrungsmittelversorgung kommt?

Z. B. Wildblumensamen indem wir aussähen – denn es ist wie bei unserem Essen – Bienen geht es am besten, wenn ihnen ein reichhaltiges und vielfältiges Angebot an Blüten zur Verfügung steht.

Und noch ein Tipp: Bio-Honig vom lokalen Imker kaufen! Regionale Produkte sind immer gut.

Erstausstrahlung: 08.08.2013

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Fr, 30.05.14 | 19:45 Uhr