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Bildunterschrift:
Ranga Yogeshwar erklärt, warum schlafende Vögel nicht vom Ast fallen.
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Nachts, wenn wir im Bett liegen, schlafen auch viele Tiere. Die Vögel schlafen auf einem Ast, doch warum fallen sie im Tiefschlaf nicht runter? Wenn wir uns mit den Händen an einem Ast festhalten, sind unsere Muskeln in den Händen und Armen angespannt. Würden wir dabei einschlafen, würden sich unsere Muskeln entspannen und wir könnten uns nicht mehr am Ast festhalten. Vögel hingegen schlafen ohne Probleme im Sitzen auf einem Ast. Manche Vögel können ihren Schlaf kontrollieren. In gefahrvoller Umgebung schlafen sie nur mit einer Gehirnhälfte, die andere wacht und oft ist ein Auge offen. Doch auch im Vollschlaf hält der Vogel fest.
Vögelfüße besitzen eine Art Verschlussmechanismus: Beugemuskel und Sehnen, welche die gesamte Länge des Beines hinunterlaufen, ziehen die Zehen sofort zusammen wenn sich der Vogel hinhockt. Je tiefer er hockt, umso fester umschließen die Zehen den Ast. Durch diesen Mechanismus sorgt also alleine das Körpergewicht des Vogels für den festen Griff. Erst wenn sich der Vogel wieder aufrichtet, entspannt sich die Sehne und er kann die Krallen öffnen.
Man kann dieses gut bei startenden Vögeln beobachten. Sie müssen sich zunächst strecken, erst dann entspannen die Sehnen, die Krallen lösen sich und er kann abheben.
Die gekrümmten Krallen der Raubvögel nutzen dasselbe Prinzip: Wenn ein Adler Beute schlägt, dann krümmen sich die Beine unter der Wucht des Aufpralls und dadurch verschließen sich seine Krallen. Die Kraft dieses automatischen Zupackens ist dabei extrem groß.
Der Mechanismus der Vogelfüße wirkt offenkundig so zuverlässig, dass, so wird behauptet, sich manchmal selbst tote Vögel noch an ihrem Zweig festklammern.
Also: Vögel fallen nicht vom Ast – todsicher!