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Warum stoßen Satelliten zusammen?

(Erstausstrahlung: 05.11.2009)

Ranga Yogeshwar (Bild: ARD/Thomas Kost) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Der Weltraum galt bislang immer als leer, trotzdem kollidieren Satelliten miteinander. ]
Der Weltraum galt immer als leer. Dennoch kollidieren Satelliten miteinander. Wie kann das sein? 1957 brachte die damalige Sowjetunion den ersten Satelliten, Sputnik, in eine Umlaufbahn um die Erde. Dann folgten andere Nationen: Fernsehsatelliten, Spionagesatelliten, Erderkundungsroboter, Kapseln und Weltraumstationen. Im Laufe der Jahrzehnte wurden über 6000 Satelliten in den Weltraum geschossen.

Man schätzt, dass insgesamt etwa 600 000 Objekte, die größer als 1cm sind, unsere Erde umkreisen, doch nur die größten, etwa 13 000, lassen sich per Radar verfolgen. Selbst kleine Objekte sind jedoch ein Problem. Wenn es nämlich zu einer Kollision kommt, sind die Aufschlaggeschwindigkeiten gigantisch: 10 Kilometer pro Sekunde. Selbst kleinste Teile werden dann zu Geschossen und können Satelliten zerstören. Ihre Einschlagsenergie entspricht einer Handgranate! Die internationale Weltraumstation musste bislang schon über 8 Mal solchen fliegenden Geschossen ausweichen. Ein besonderes Risiko ist eine mögliche Kettenreaktion von Kollisionen.

Nach einem Zusammenstoß wird ein Satellit zerstört und verwandelt sich in eine große Schrottwolke von abertausend Bruchstücken. Damit steigt automatisch das Risiko weiterer Zusammenstöße und so könnte die Schrottwolke wachsen und die Sicherheit von Satelliten und bemannter Raumfahrt gefährden. Die Verantwortlichen haben das Problem inzwischen erkannt, und man arbeitet an international verbindlichen Regeln.

Fast wie zuhause: Wer bringt den Müll runter?

Sendetermin
Fr, 21.09.12 | 19:45 Uhr