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Warum halten sich Knochen so lange nach dem Tod?

Folge 330 (Erstausstrahlung: 01.04.2010)

Ranga Yogeshwar mit einem Skelett (Bild: ARD/Thomas Kost) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Ranga Yogeshwar erklärt, warum unsere Knochen noch Jahrhunderte nach unserem Tod weiter bestehen können. ]
"Denn aus Staub bist Du, und zu Staub wirst Du wieder werden", so steht es in der Bibel. Doch bei archäologischen Ausgrabungen finden sich immer wieder gut erhaltene Skelette, während alles andere organische Material längst dem Zahn der Zeit anheim gefallen ist. Wieso verwesen manche Knochen nicht?

Die Knochen wachsen im Leben des Menschen immer weiter: Die knochenbildenden Zellen, sogenannte Osteoblasten, sorgen dafür, dass die Knochen mit der Zeit immer härter werden. Hierzu lagern sie anorganisches Hydroxylapatit ein, ein sehr hartes Material, aus dem auch unser Zahnschmelz besteht.

Mit dem Tod jedoch wird diese Anreicherung eingestellt. Unzählige Bakterien, Pilze und Kleinstorganismen beginnen, unseren Körper zu zersetzen, liefert er unter anderem doch wertvolle Proteine. Während das organische Material also von der Natur verwertet wird, wird die anorganische Knochensubstanz dagegen kaum zersetzt.

Sind nun noch die Bodenverhältnisse ideal, so dass auch Säure oder Feuchtigkeit die Knochen zerstören, bleiben sie bis zu ihrer Entdeckung nahezu unberührt.

Sendetermin
Di, 30.10.12 | 19:45 Uhr