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Wassertropfen auf einer Herdplatte.
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Küchen sind für Ranga Yogeshwar ein wunderbares Experimentierlabor. In seiner Jugend, wenn die Eltern aus dem Haus waren, hat er am Herd so manches ausprobiert. Ein Phänomen haben Sie vielleicht schon selbst beobachtet: Die Platte ist heiß und sie verschütten etwas Wasser. Statt sofort zu verdampfen, schweben die Wassertropfen über der Platte. Wie kommt das?
Beim Auftreffen auf der Platte kommt das kalte Wasser zunächst in direkten Kontakt mit dem heißen Untergrund. An der Unterseite verdampft das Wasser sofort und bildet eine Art Luftkissen aus Wasserdampf.
Der Dampf treibt den Tropfen hoch und der beginnt wie ein Miniluftkissenfahrzeug zu schweben und verliert den direkten Kontakt zur Platte. Der Tropfen wird dabei durch den Dampfmantel isoliert und die Heizplatte kann somit den Tropfen nicht mehr so schnell erhitzen, denn Wasserdampf ist ein schlechter Wärmeleiter. Nur an der unteren Seite verdampft weiterhin etwas Wasser und sorgt dafür, dass das Luftkissen weiterhin erhalten bleibt. Durch die Oberflächenspannung wird der Tropfen zusammengehalten.
Ranga Yogeshwar hat es mit Wasser, Salzwasser, Saft und sogar Milch probiert. Milch ist ganz schlecht, denn am Ende stinkt es fürchterlich! Mit sauberem Wasser funktioniert es am besten. Schon kleine Verunreinigungen wie z.B. Reste von Spülmittel zerstören die Oberflächenspannung. Wenn man genau hinschaut kann man beobachten wie sich der Tropfen im Innern unruhig dreht.
Durch das Verdampfen verliert das schwebende Gebilde Wasser, hierdurch schrumpft der Tropfen mit der Zeit. In dieser Phase tanzt er scheinbar auf der Wasserdampfschicht hin und her und lässt sich durch leichtes Pusten aus der Bahn bringen. Mit der Zeit erwärmt sich das Wasser im Innern des Tröpfchens bis es plötzlich auf einen Schlag verkocht.
Entscheidend ist die Temperatur der Herdplatte. Ist sie heiß, jedoch nicht heiß genug, bildet sich weniger Wasserdampf an der Unterseite und der Abstand zwischen Tropfen und Platte verringert sich. Dadurch heizt sich der Tropfen sehr viel schneller auf. Bei zu heißem Untergrund hingegen schrumpft die Lebensdauer ebenfalls. Die optimale Temperatur liegt bei knapp über 200 °C. Manche Tropfen tanzen dann über eine Minute lang!
Ist es nicht toll, wie viel Wissenschaft in einem Tropfen steckt.