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Bildunterschrift:
Wer hätte vermutet, dass einen Zusammenhang zwischen der ersten Finanzkrise und Tulpen gibt? Ranga Yogeshwar erklärt es uns.
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Die globale Finanzkrise ist kein Phänomen des neuen Jahrtausend, beendete doch schon 1929 die Weltwirtschaftskrise die "goldenen Zwanziger". Wertpapierhandel, Spekulation und hochriskante Finanzgeschäfte trieben aber schon im 17ten Jahrhundert in den Niederlanden viele Spekulanten in den Ruin. Diesen Zeitraum nennt man dort bis heute das "goldene Zeitalter". Durch den florierenden Seehandel und ein ausgedehntes Kolonialreich waren die Bürger reich geworden und wandten sich dem Luxus zu: Neben der Malerei, die zu dieser Zeit blühte, begann ein schwunghafter Handel mit exotischen Pflanzen, allen voran der Tulpe.
Um 1550 über das Osmanische Reich nach Amsterdam gelangt avancierte die Tulpenzwiebel schnell zum Statussymbol. Besonders rot-weiß gestreifte Exemplare wie die "Semper fidelis" kündeten vom Reichtum und Kunstsinn ihres Besitzers und waren daher besonders beliebt. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Nachfrage nach den kostbaren Tulpenzwiebeln explosionsartig an. Wurde anfangs noch Zwiebel gegen Zwiebel gehandelt, tauschte man später nur noch die Papiere, die Zwiebeln blieben im Boden.
Bald sprach man von einer "Tulpen-Manie": Zwiebeln, die gar nicht existierten, wurden verkauft, für Geld, das niemand besaß. Schuldscheine und Verschreibungen wechselten den Besitzer. 1637 kollabierte das Finanzgebilde, um den Bankrott ganzer Gesellschaftsschichten zu verhindern bildeten sich Regierungsausschüsse, um Insolvenzen abzuwenden und Verträge wie Schuldscheine zu annulieren. Dennoch waren Tausende ruiniert. Auch wenn sich Geschichte zu wiederholen scheint – den Holländern sind die Tulpen bis heute geblieben.