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Bildunterschrift:
Ranga Yogeshwar erklärt den Unterschied zwischen einem See und einem Meer.
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Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen See und Meer? In beiden Fällen geht es um große Gewässer. Wasser bedeckt immerhin 71% unseres Planeten und aus bestimmten Perspektiven z.B. beim Blick auf den Pazifik, erscheint unsere Erde als blauer Wasserball. Beim Unterschied zwischen Meer und See mag der eine oder andere denken: Seen sind klein und Meere sind groß. Doch es gibt da Beispiele, welche dieser These widersprechen:
Das Marmarameer in der Türkei zum Beispiel besitzt eine Fläche von gerade mal 12 000 Quadratkilometern. Der Viktoriasee (in Ostafrika ist sechs mal so groß), der Baikalsee (ist dreimal so groß wie das Marmarameer) oder der Lake Michigan sind jedoch erheblich größer. An der Größe kann es also nicht liegen.
These Nummer zwei: Meere sind tiefer als Seen. Auch hier Fehlanzeige, denn Seen, wie z.B. der Baikalsee sind an der tiefsten Stelle 1600 Meter tief. Die Ostsee hingegen ist maximal 460 Meter tief und ist ein Meer.
Möglichkeit Nummer drei: Meere sind salzig und Seen sind süß! In der Tat ist der Salzgehalt der großen Meere beachtlich: Würde das Wasser verdampfen, dann wären die Ozeane mit einer 50 Meter hohen Salzkruste bedeckt, doch es gibt auch Salzseen. Der Salzgehalt des großen Salzsees in den USA zum Beispiel übersteigt den der Meere bei weitem. Mit 27 Prozent ist das Wasser dieses Sees sogar so salzig, dass kaum Fische drin schwimmen. Salz ist also auch nicht der entscheidende Unterschied zwischen See und Meer.
Der entscheidende Unterschied ist der Austausch. Alle Meere stehen nämlich miteinander in Verbindung. Mit einem Schiff könnte man also von einem Meer zum nächsten reisen. Seen hingegen sind abgeschlossene Binnengewässer, die nur über Wolken und Regen mit den Meeren in Verbindung stehen. Von einem echten See kann man also nicht per Schiff auf’s offene Meer fahren.
Auch das Tote Meer ist ein See. Und die Nord- und Ostsee sind natürlich Meere. Meere stehen in Kontakt miteinander, Seen hingegen sind Einzelgänger.