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Bildunterschrift:
Ranga Yogeshwar erklärt, wie Querrillen auf ungeteerten Straßen entstehen.
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Warum entstehen auf ungeteerten Straßen kleine Wellen quer zur Fahrtrichtung? Auf manchen Schotterstraßen und Sandwegen kann man das Phänomen beobachten: Die Rillen sind regelmäßig, und wenn man mit dem Auto drüberfährt wird man so richtig durchgeschüttelt.
Die Ursache dafür hat mit den Stoßdämpfern des Autos zu tun. Bei älteren Autos und Lkw sind es einfache Blattfedern, welche die Erschütterung der Straße abfangen. Bei einem Schlag kommt es zu einem typischen Nachfedern. Dieses Hin- und Her, die sogenannte Eigenschwingung der Federung, ist ausschlaggebend: Stellen Sie sich vor, das Auto fährt über eine zufällige Delle auf der Straße. Es kommt zu diesem Rauf und Runter, bis die Schwingung abgeklungen ist. Da das Auto fährt, wird der Boden an denselben Stellen mal mehr und mal weniger belastet und drückt sich leicht ein. Die Frequenz entspricht dabei exakt der Eigenschwingung der Autofederung.
Bei einer befestigten Straße ist der Belag so hart, dass er sich nicht verformt, doch bei unbefestigten Wegen hat das Schunkeln des Autos eine direkte Auswirkung auf den Belag. Der wird nämlich beim Auf- und Ab an bestimmten Stellen leicht eingedrückt und zwar entsprechend der Federung des Autos.
Passiert ein weiteres Auto die Stelle gibt, es auch hier ein typisches Auf- und Ab und erneut wird der Belag leicht eingedrückt. Da die Eigenschwingung der Autofederung bei vielen Pkw sehr ähnlich ist, und die Autos auch eine ähnliche Geschwindigkeit besitzen, überlagert sich das Hin-und-Her-Schwingen, und mit der Zeit bildet sich auf der Straße ein typisches Profil aus.
Die Berge und Täler der Querrillen werden dabei immer größer, und in Folge schaukeln sich die nachfolgenden Autos immer mehr hoch, die Bodenwellen werden immer tiefer. Es handelt sich um ein Resonanzphänomen.