SENDETERMIN Mi, 21.05.14 | 19:45 Uhr

Warum machen Helium-Ballons so schnell schlapp?

Vince Ebert
Eigentlich ist so ein Helium-Ballon nicht anders als eine Tasse Tee – das sagt zumindest Vince Ebert.  | Bild: ARD / Kai Schulz

Herr Menzing aus Saarbrücken schreibt: Warum machen heliumgefüllte Gummiballons so schnell schlapp? Länger als einen Tag halten die nicht durch. Helium ist ein sehr, sehr seltenes Edelgas, das sieben Mal leichter ist als die Luft. Deswegen steigen die Ballons auch nach oben. Dass ihnen dabei so schnell die Puste ausgeht, das hat andere Gründe. In der Umgebungsluft kommt Helium nur in winzigen Spuren vor. Zu 0,0005 %. Drinnen im Ballon ist also viel Helium, hier draußen fast nichts.

Und solche Ungleichgewichte mag die Natur überhaupt nicht und gleicht die Konzentrationsunterschiede ruck-zuck aus. So ähnlich wie beim Tee. Hier im Teebeutel sind 100% Tee und hier im Wasser 0% Tee. Was drinnen ist, will raus, was draußen ist, will rein. Das Ganze nennt sich Osmose und führt dazu, dass die Heliumatome durch die Gummihülle nach draußen drängen.

Aber warum gelingt ihnen das so gut? Tja, das liegt daran, dass die Heliumatome so klein sind. Aus ihrer Sicht ist so eine Latexhülle voll großer Öffnungen, durch die sie problemlos durchschlüpfen können. Ganz im Gegensatz zu den vier Mal so großen Luftteilchen; da fällt das Diffundieren schon schwerer.

Und genau aus diesem Grund werden auf Jahrmärkten Heliumballons nicht in Gummihüllen, sondern in diesen metallbeschichteten Polyesterfolien verkauft. Da tun sich selbst die kleinen Heliumatome schwer, durchzuschlüpfen. So ein Polyesterballon hält locker mal ein, zwei Wochen. Und falls er trotzdem mal den Geist aufgibt, können Sie ihn auch noch weiterverwerten … als wärmende Rettungsdecke, denn die werden aus dem gleichen Material gemacht.

Sendetermin

Mi, 21.05.14 | 19:45 Uhr