SENDETERMIN Mo, 07.07.14 | 19:45 Uhr

Besser schlafen dank guter Rhythmen

Anja Reschke erklärt in Wissen vor acht – Zukunft, wie man besser schlafen kann
Bestimmte Rhythmen können nicht nur beim Einschlafen helfen, sondern auch die Gedächtnisleistung verbessern.

Was für ein Lärm. Wäre das schön, mal eine Nacht richtig tief durch zu schlafen. Es gibt allerdings Geräusche, die stören mich gar nicht. Im Gegenteil. Da hab ich sogar das Gefühl, ich schlaf besser mit diesem Geräusch als ohne. Es ist durchaus möglich, dass ein Ventilator, mit seinem langsamen, rhythmischen Geräusch mir zu gutem Schlaf verhelfen kann. Das haben Wissenschaftler an der Universität Tübingen nun herausgefunden.

Grund sind die sogenannten "slow waves" - oder auf Deutsch "langsamen Gehirnwellen". Diese "Gehirnwellen" sind elektrische Schwingungen, mit denen sich unsere Gehirnaktivität darstellen lässt. Und im Tiefschlaf ist deren Frequenz sehr langsam. Wie man hier sehen kann.

Wenn nun der Rhythmus eines Außengeräuschs exakt dem Rhythmus meiner slow waves, meiner langsamen Wellen im Tiefschlaf entspricht, werden die Ausschläge meiner Gehirnwellen stärker. Die Amplituden – das sind die Spitzen hier oben – schlagen höher aus und die Wellenzüge werden länger.

Was bedeutet: Ich schlafe tiefer und entspannter, dank Außengeräusch. Und noch besser: Ich kann gelerntes besser behalten. Denn: Im Tiefschlaf werden Inhalte aus unserem Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis übertragen. In Zukunft lernt man also am besten die Vokabeln kurz vor dem Einschlafen. Setzt sich dann ein Gerät auf, dass die Hirnströme misst und Töne, synchron zu den Hirnwellen, zurück ins Ohr gibt. Am nächsten Morgen sind wir topfit für die Prüfung. Leider gibt es so ein Gerät noch nicht. Aber es wäre schön liebe Forscher, wenn ihr es bald erfindet.

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Mo, 07.07.14 | 19:45 Uhr