SENDETERMIN Di, 21.01.14 | 19:45 Uhr

Roboy – Der Enkel der Zukunft?

Anja Reschke zeigt auf einem Bildschirm den Roboter
Das besondere an Roboy ist vor allem sein menschliches Aussehen.

Können sich Roboter menschlich verhalten? Lernen, sich weiter entwickeln, logisch handeln und auf andere eingehen? In Zukunft sollen sie das zumindest können. Sogenannte humanoide Roboter mit künstlicher Intelligenz sollen einmal aktiv am Sozialleben der Menschen teilnehmen, sie beobachten und ständig weiterlernen – so wie es Menschen eben tun. Diesem Ziel sind Schweizer Ingenieure nun einen Schritt näher gekommen, denn sie haben einen Roboter entwickelt, der in seiner Anatomie, Bewegung und seinem Gefühlserleben dem Menschen schon recht ähnlich ist. Nun soll sich das Roboter-Kind namens Roboy wie ein Menschenkind weiterentwickeln und lernen.

Das besondere an Roboy ist nicht nur die kurze Entwicklungszeit von gerade einmal neun Monaten, sondern vor allem sein menschliches Aussehen. Die typisch steifen Bewegungen eines Roboters  zeigt Roboy nicht, denn er ist mit einem künstlichen Skelett und einer sehnengesteuerten Antriebstechnik ausgestattet. Dazu kann er auf Fragen antworten, ist berührungsempfindlich und errötet bei einer Peinlichkeit. Noch ist der kleine Roboter ziemlich nackt, doch eine sensorische Haut soll ihn nicht nur ansehnlicher, sondern auch praktischer machen. Denn dann kann er bei einem Händedruck ganz nebenbei die Temperatur des Menschen messen. So soll Roboy in Zukunft nicht nur als Prototyp für humanoide Roboter dienen, sondern könnte auch in der Pflege, in sozialen Einrichtungen oder aber als Tester für Prothesen seinen Dienst leisten.

Unser Experte: Prof. Dr. Rolf Pfeifer, Artificial Intelligence Laboratory

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Di, 21.01.14 | 19:45 Uhr