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Bildunterschrift:
Iris Berben bei den Dreharbeiten
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Henning Mankell war es ein großes Anliegen, dass Regisseur, Autor und Produzent gemeinsam mit ihm nach Mosambik reisen sollten, um das Land kennenzulernen, bevor der Autor mit der Arbeit am Drehbuch beginnt – also lange vor dem Start der Dreharbeiten. Das hat sich im Nachhinein als äußerst wertvolle Erfahrung erwiesen, denn so konnten wir die Mentalität und die Besonderheiten dieses exotischen Landes noch ohne Produktionsstress studieren.
Das Abenteuer erlebten wir während der Dreharbeiten dennoch. Sei es, dass sich zwei Dörfer darum stritten, wer mehr Komparsen für eine große Massenszene stellen durfte (und wir standen genau in der Mitte), ein anderes Mal war der einzig mögliche Drehtag am Airport Maputo gefährdet, weil plötzlich ein Ex-Präsident erwartet wurde und keiner wusste, ob und wann die Maschine landen würde. Auch der Drehbeginn in Maputo schien plötzlich unsicher, weil unsere LKWs an der Grenze zwischen Südafrika und Mosambik für mehrere Tage "verloren gingen". Das Wunder war, dass wir entgegen aller Befürchtungen den Dreh in der geplanten Zeit fertiggestellt haben und Dank des Einsatzes unseres hochklassigen Teams viel von dem Flair und der Kraft dieses Landes auf Zelluloid bannen konnten. Und das an 300 verschiedenen Drehorten auf zwei Kontinenten mit der Arbeit von insgesamt mehr als tausend Mitarbeitern vor und hinter der Kamera.
In Erinnerung wird mir bleiben, mit welcher Kraft und Hingabe Iris Berben sich dieser Produktion verschrieben hat, was ein absolut wesentlicher Faktor für das Gelingen darstellte, ist sie doch in jedem Bild des Filmes präsent. Ebenso faszinierend war, dass das Zusammenspiel von schwedischen, deutschen, französischen, südafrikanischen und mosambikanischen Filmschaffenden nicht nur geklappt hat, sondern sich daraus eine starke Dynamik ergab, von der die Dreharbeiten und auch der Film profitierten.
Wir haben viele Elemente aus dem Roman vor Ort wiedergefunden, den Zynismus, die Hoffnungslosigkeit, die vielen, scheinbar unlösbaren Probleme des schwarzen Kontinents, haben andererseits viele Afrikaner erlebt, die trotz ihrer Armut und mangelnder Perspektiven eine solche Fröhlichkeit, Kraft und Herzlichkeit ausstrahlten, dass man sich – wieder zurück in Deutschland – schon wunderte, wieso so viele Menschen so schlecht gelaunt durch ihr Leben gehen.
Zum Gelingen dieses anspruchsvollen Filmprojekts hat die sehr gute Zusammenarbeit mit ARD Degeto und dem schwedischen Koproduktionspartner Yellow Bird ebenso beigetragen wie die Unterstützung von FFF Bayern und MEDIA.
Ronald Mühlfellner, Produzent