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10.02.2012

Kennedys Hirn
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Der Autor

Henning Mankell  

Henning Mankell (Bild: dpa) Bild vergrößern Bildunterschrift: "Dieses Buch handelt von einer realen Bedrohung, und diese hört nicht auf, wenn das Buch zu Ende ist." ]
Mit über 20 Millionen in Deutschland verkauften Exemplaren seiner Bücher zählt der schwedische Autor Henning Mankell zu den Top-Schriftstellern der Krimiliteratur.

Henning Mankell, geboren am 3. Februar 1948, wuchs bei seinem Vater in Härjedalen auf. 1965 zog er nach Stockholm und arbeitete als Regieassistent am Theater. Bereits drei Jahre später wurde er als Autor und Regisseur tätig. Schon als Kind träumte Mankell davon, den afrikanischen Kontinent zu bereisen. 1972 reiste er dann zum ersten Mal nach Afrika und fühlte sich dort sofort zu Hause. In den folgenden Jahren arbeitete er weiterhin für verschiedene Theater als Regisseur, Intendant und als Autor. 1985 bat man ihn eine professionelle Theatergruppe in Maputo, Mosambik aufzubauen. Später übernahm er die Leitung der 70-köpfigen Gruppe des Teatro Avenida und lebte fortan "mit einem Fuß im Sand, mit dem anderen im Schnee", wie er selbst sagt. Bis heute verbringt er mehr als die Hälfte des Jahres in Maputo, die übrigen Monate in der schwedischen Zweitheimat. Sein Leben in Mosambik lieferte Mankell zudem den Stoff für verschiedene Romane, die in Afrika angesiedelt sind. 1995 erschien "Der Chronist der Winde", ein Roman über das Leben von Straßenkindern. "Die rote Antilope" schildert die Geschichte eines elternlosen Buschmannjungen, der von einem Insektenforscher nach Schweden verschleppt wird. Und während er in dem Roman "Kennedys Hirn" den Umgang mit afrikanischen Aidskranken anprangert, erzählt das Buch "Die flüsternden Seelen" von der magischen Seite des schwarzen Kontinents erzählt.

In den Jahren 1990–1998 entstanden die Wallander-Kriminalromane, die allein in Mankells Heimatland über 3,5 Millionen Mal verkauft und bislang in über 30 Sprachen übersetzt wurden. Die Berühmtheit dieser Romane basiert auf der Figur des charismatischen Ermittlers Kurt Wallander. Die ARD Degeto beauftragte die Verfilmung von 13 Romanen, die seit 2006, mit Krister Henriksson in der Titelrolle, erfolgreich im Ersten ausgestrahlt wurden. Ebenfalls erfolgreich liefen 2009 die Verfilmungen der Romane "Die Brandmauer", "Die falsche Fährte" und "Mittsommermord" mit dem für seine Shakespeare-Darstellungen berühmte Kenneth Branagh in der Titelrolle.
"Die Rückkehr des Tanzlehrers", ein Roman um Polizeikommissar Stefan Lindman, erzählt von der Rolle der Nazis und ihrer Gesinnungsgenossen in der heutigen Gesellschaft und wurde 2004 mit Veronica Ferres, Tobias Moretti und Maximilian Schell als Zweiteiler im Ersten ausgestrahlt.

Henning Mankell ist außerdem preisgekrönter Autor von zahlreichen Kinder- und Jugendbüchern.

Im Frühjahr 2001 gründete Henning Mankell in Schweden seinen eigenen Verlag "Leopard förlag" mit dem er junge schwedische und afrikanische Autoren fördern möchte.

Für das Schauspielhauses Graz entwarf Mankell das mehrsprachige Theaterstück "Butterfly Blues", das 2003 von Künstlern des Grazer Schauspielhauses und des Teatro Avenida (Mosambik) gemeinsam realisiert wurde und die Zuschauer thematisch wie auch künstlerisch mit der Welt afrikanischer Immigranten konfrontiert.

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