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09.02.2010

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Maischberger

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    • aktuelle Sendung: Menschen bei Maischberger
 
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Menschen bei Maischberger

SENDUNG VOM DIENSTAG, 10. FEBRUAR 2009, 22.45 UHR

Ausgerissen, abgehauen, obdachlos – kein Weg zurück?


Gabriele Schulz (r.) und Simone Lau (l.) (Bild: WDR/Max Kohr)

Gabriele Schulz und Simone Lau

(Gabriele Schulze, "Waldfrau" und ihre Schwester Simone Lau)

Es ist eine der ungewöhnlichsten Geschichten dieser Tage: Zwölf Jahre lang war Gabriele Schulze verschwunden. Zwölf Jahre lang wanderte die Laborantin aus Brandenburg unerkannt durch Europa, immer allein, ohne Kontakt zu ihrer Familie. Jede Nacht schläft sie unter freiem Himmel. Zuletzt lebte die "Waldfrau" ("Stern") in der Schweiz in einem Erdloch. Gemeinsam mit ihrer Schwester Simone Lau gibt sie ihr erstes Interview im deutschen Fernsehen.


 
Walter Thrun (Bild: WDR/Max Kohr)

Walter Thrun

(Obdachloser)

Seit über fünf Jahren lebt Walter Thrun auf der Straße. Nach dem Studium schlug sich der Geisteswissenschaftler mit Gelegenheitsjobs in Berlin durch. "Auf geregelte Arbeit hatte ich nie Lust", sagt der zweifache Vater, der später als Landarbeiter durch Deutschland und Frankreich zog. "Ich habe diese verlogene Konsumgesellschaft irgendwann nicht mehr ausgehalten", so der 56-Jährige, der seine Tage heute vor einem Berliner Supermarkt verbringt und bettelt.


 
Günter Laser (Bild: WDR/Max Kohr)

Günter Laser

(Ex-Obdachloser)

Alkohol ließ den KFZ-Mechaniker abstürzen. Fünf Jahre lang lebte Günter Laser obdachlos auf der Domplatte in Köln, von Ordnungskräften drangsaliert, von Jugendlichen übel attackiert. Mehrfach landete er im Gefängnis. Auf kuriose Weise fand er den Weg zurück ins bürgerliche Leben. Heute arbeitet Günter Laser als Altenpfleger.


 
Thomas Sonnenburg (Bild: WDR/Max Kohr)

Thomas Sonnenburg

(Streetworker, RTL-"Die Ausreißer")

Der Streetworker Thomas Sonnenburg kümmert sich um Jugendliche, die auf der Straße leben. "Die gehen in der Regel nicht freiwillig in die Obdachlosigkeit", sagt der 45-Jährige, dessen RTL-Fernsehserie "Die Ausreißer – der Weg zurück" zu einem großen Überraschungserfolg wurde. Meist sei ein Grund die Unfähigkeit der Eltern und Kinder miteinander zu kommunizieren, sagt Sonnenburg.


 
Peter Auge (Bild: WDR/Max Kohr)

Peter Auge

(Ausreißer)

Der Kölner ist als 16-Jähriger von seinem Zuhause ausgerissen. Seitdem lebt der Punk auf den Straßen Deutschlands, wo er sich den Spitznamen "Ratte" gab. Peter Auge gehört zu den geschätzt 20.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in der Bundesrepublik obdachlos leben. Jetzt möchte der 21-Jährige zurück in ein geregeltes Leben. Thomas Sonnenburg versucht ihm dabei zu helfen.


 
Rainer Wendt (Bild: WDR/Max Kohr)

Rainer Wendt

(Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft)

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft empfindet aggressives Betteln als öffentliches Ärgernis, das man nicht akzeptieren sollte. Steuerzahler würden aus Parkanlagen vertrieben und in Fußgängerzonen immerzu belästigt. Rainer Wendt rät generell davon ab, Bettlern Geld zu geben: "Wir haben ein so dichtes Sozialnetz, dass man immer davon ausgehen kann, dass es keine Bedürftigen gibt."


 
 

 

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