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22.05.2012

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Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben
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Sylvester Groth als Krysztof Kawalerowicz

Zur Person:

1958 in Jerichow (Sachsen-Anhalt) geboren, studierte Sylvester Groth an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin, um im Anschluss am Staatstheater Schwerin und im Staatsschauspiel Dresden seine Theaterlaufbahn zu beginnen. Seine Darstellung des unschuldig verfolgten Kriegsgefangenen in Frank Beyers Kinofilm "Der Aufenthalt" (1984) machte ihn auch im Westen bekannt. 1984 wurde er erstmals für die Salzburger Festspiele engagiert, ein Engagement, das im Folgejahr fortgesetzt wurde.
Bis 1989 war Sylvester Groth festes Ensemblemitglied an der Berliner Schaubühne.

Heute ist er an den großen Bühnen in Berlin, Salzburg, Wien, Bochum, Hamburg, Zürich und München zu Hause. Zu den Regisseuren, mit denen er gearbeitet hat, gehören u. a. Peter Zadek, Dieter Dorn, Klaus-Michael Grüber und Robert Wilson. Zu seinen zahllosen Theaterrollen zählen unter anderem Schillers Don Carlos, Koltès Roberto Zucco, Büchners Robespierre in "Dantons Tod" und Shakespeares Macbeth.

Äußerst wandlungsfähig zeigt sich Sylvester Groth auch bei den Film- und Fernsehrollen. Als Agent war er 1986 in der Kinoverfilmung von Michael Endes "Momo" (Regie: Johannes Schaaf) zu erleben, 1993 in Josephs Vilsmaiers Weltkriegsdrama "Stalingrad", als verliebter Dichter Clemens Brentano sechs Jahre später in Dagmar Knöpfels "Requiem für eine romantische Frau" und ebenfalls 1999 als deutscher Exilant im Paris der 30er Jahre in Ottokar Runzes Kinofilm "Der Vulkan".

In "Der Briefbomber" (2000, Regie: Torsten C. Fischer) war er ein Kriminalpsychologe, der einen Attentäter stellte, in Bernd Böhlichs Verfilmung von Axel Springers Leben in "Der Verleger" (2001) gab er den Journalisten und Autoren Christian Kracht, in "Romeo" (2001) spielte er unter der Regie von Hermine Huntgeburth einen Stasi-Agenten – eine Rolle, die ihm 2002 den Grimme Preis einbrachte. Als Sexualaufklärer Oswalt Kolle war Groth in dem Fernsehfilm "Kolle – Ein Leben für Liebe und Sex"
(2002, Regie: Susanne Zanke) zu sehen und als Vermessungsingenieur Harald Hansen wirkte er mit im "Wunder von Lengede" (2003, Regie: Kaspar Heidelbach).

Theater und Film verbinden konnte er bei Jürgen Flimms moderner Verfilmung von Kleists "Käthchen von Heilbronn" unter dem Titel «Käthchens Traum« (2004) und in Uwe Jansons Verfilmung von Wedekinds "Lulu" (2006). Eine seiner wohl anspruchsvollsten Rollen spielte Groth in Dani Levys Satire
"Mein Führer" (2007), wo er Joseph Goebbels verkörpert. Eine Rolle, die ihm den Deutschen Kritikerpreis und eine "Lola"-Nominierung einbrachte.

Als Staatsanwalt Feddersen führte Sylvester Groth die Anklage im mehrfach preisgekrönten WDR-Zweiteiler "Contergan" (2007, Regie: Adolf Winkelmann), und in Heinrich Breloers Neuverfilmung
der "Buddenbrooks" spielte er ebenfalls mit. Im Kino ist Sylvester Groth in diesem Jahr gleich in vier Produktionen zu sehen: Im Oscar-nominierten Film "Der Vorleser", Stephen Daldrys Verfilmung des gleichnamigenErfolgsromans von Bernhard Schlink, in "Hilde", der von Kai Wessel inszenierten Lebensgeschichte von Hildegard Knef, in Quentin Tarantinos Kriegs-Drama "Inglorious Basterds" und in Andreas Dresens Tragikomödie "Whisky mit Wodka".

Sylvester Groth als Krysztof Kawalerowicz (Bild: WDR/Thomas Kost)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Sylvester Groth als Krysztof Kawalerowicz, der Marcel (l.) verhört ]

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