HERBERT KNAUP als ULRICH WEGENER
Zur Person:
"Der Dreh zu 'Mogadischu' wird bei mir in besonderer Erinnerung bleiben, da ich es selten erlebt habe, während meiner bisherigen Filmarbeit, so intensiv von einem Regisseur in einen Charakter, in diesem Fall den GSG 9-Chef Ulrich Wegener, hineingepuscht zu werden. Die fast dokumentarische Atmosphäre dieser politischen Ausnahmezeit, die Roland Suso Richter und sein Kameramann Holly Fink mit dem ganzen Team erzeugten, fuhr jedem einzelnen Mitwirkenden unter die Haut. Hinzu kam die Möglichkeit, mit dem 'original' Ulrich Wegener und einigen ehemaligen Mitstreitern detailliert die tatsächlichen Abläufe und Hintergründe der 'Landshut'-Entführung zu erarbeiten, und daraus kreative Kraft für die Darstellung zu schöpfen. Ein seltener Glücksfall."Herbert Knaup arbeitete nach seiner Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule München zunächst an verschiedenen renommierten Theatern. Mit "Wallers letzter Gang" gab er 1989 sein Spielfilmdebüt. Vier Jahre später erhielt er für seine herausragende Leistung in Dominik Grafs Kinothriller "Die Sieger" den Bayerischen Filmpreis.
Seither war er regelmäßig im Fernsehen und auf der Leinwand zu sehen und arbeitete u. a. mit den Regisseuren Joseph Vilsmaier ("Schlafes Bruder",1995),
Rainer Kaufmann ("Unschuldsengel", 1994) und Sherry Hormann ("Irren ist männlich", 1996). Für die Rolle des Vaters in Tom Tykwers "Lola rennt" (1998) wurde Knaup 1999 mit dem Deutschen Filmpreis als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Im Kino war er in Oskar Roehlers "Agnes und seine Brüder" (2004), in Joseph Vilsmaiers "Bergkristall" und im Oscar-gekrönten Film "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck zu sehen.
Im Februar 2005 wurde er als bester Deutscher Schauspielermit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Auf der Leinwand sah man Herbert Knaup zuletzt in "15 Minuten Wahrheit","Du bist nicht allein" und "Stellungswechsel". Im Fernsehen war er 2007 in "Späte Aussicht" und dieses Jahr bereits in "Augenzeugin" und "Der große Tom" zu sehen. Gerade abgedreht wurde "Der Mauerfall" und "Der Tiger oder was Frauen lieben!". Demnächst wird er in Joseph Vilsmaiers "Die Geschichte vom Brandner Kaspar" und in Xaver Schwarzenbergers "Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno" im Kino zu sehen sein. Aktuell steht er als Kommissar Kluftinger in der Verfilmung des Krimis "Erntedank" von Volker Klüpfel und Michael Kobr unter der Regie von Rainer Kaufmann vor der Kamera.
Film und Fernsehen Auswahl
2008: Mogadischu (Regie: Roland Suso Richter), Die Geschichte vom Brandner Kaspar (Kino, Regie: Joseph Vilsmaier), Augenzeugin (Regie: Markus O. Rosenmüller)
2007: Du bist nicht allein (Kino, Regie: Bernd Böhlich), Späte Aussicht (Regie: Sylvia Hoffmann), Stellungswechsel (Kino, Regie: Maggie Peren), Polizeiruf 110 – Taubers Angst (Regie: Klaus Krämer), Fürchte dich nicht (Regie: Christiane Balthasar), Der letzte Zeuge – Tödliche Lust (Regie: Bernhard Stephan)
2006: Das Leben der Anderen (Kino, Regie: Florian Henckel v. Donnersmarck), Elementarteilchen (Kino, Regie: Oskar Roehler), Kreuzzug in Jeans (Kino, Regie: Ben Sombogaart), Der Untergang der Pamir (Regie: Kaspar Heidelbach), Die Ohrfeige (Regie: Johannes Fabrick), Unter Verdacht – Atemlos (Regie: Ulrich Zrenner)
2005: Margarete
Steiff (Regie: Xaver Schwarzenberger), Mein Vater, seine Neue und ich (Regie: Peter Gersina), Der Mörder meines Vaters (Regie: Urs Egger)
2004: Agnes und seine Brüder (Kino, Regie: Oskar Roehler), Der letzte Zeuge – Der Albtraum (Regie: Bernhard Stephan), Bergkristall (Kino,
Regie: Joseph Vilsmaier)
2003: Anatomie 2 (Kino, Regie: Stefan Ruzowitzky), Ganz und gar (Kino, Regie:Marco Kreuzpaintner), Der alte Affe Angst (Kino,Regie:Oskar Roehler), Lichter (Kino, Regie: Hans-Christian Schmid), Der Herr der Wüste (Regie: Vivian Naefe), Mein erster Freund, Mutter und ich (Regie: Annette Ernst), Der Aufstand (Regie: Hans-Christoph Blumenberg), Annas Heimkehr (Regie: Xaver Schwarzenberger), Ins Leben zurück (Regie: Markus Imboden)
2002 – 2006: BLOND: Eva Blond! (6 Folgen) (Regie: Hermine Huntgeburth u. a.)
2002: Therapie und Praxis (Regie: René Heisig)
2001: Die Tochter des Kommissars (Regie: Christine Hartmann), Bella Block – Schuld und Sühne (Regie: Sherry Hormann)
2000: Marlene (Kino, Regie: Joseph Vilsmaier)
1999: Die Braut (Kino, Regie: Egon Günther)
1998: Lola rennt (Kino, Regie: Tom Tykwer), Der Schock – Eine Frau in Angst (Regie: Ben Verbong)
1996: Irren ist männlich (Regie: Sherry Hormann)
1995: Kinder der Nacht (Regie: Nina Grosse), Schlafes Bruder (Kino, Regie: Joseph Vilsmaier)
1994: Die Sieger (Kino, Regie: Dominik Graf), Unschuldsengel (Regie: Rainer Kaufmann)
1989: Wallers letzer Gang (Kino, Regie: Christian Wagner)





