NADJA UHL als GABRIELE DILLMANN
Zur Person:
"Bei den intensiven Dreharbeiten zu 'Mogadischu' bekam ich den Eindruck, dass Gabriele Dillmann für die Menschen in der 'Landshut' eine Art Identifikationsfigur wurde. Sie schien in der jeweiligen Situation absolut angemessen zu reagieren, couragiert und menschlich zugleich. Mit ihrem Mut und ihrer Zuversicht gab sie den Passagieren Hoffnung, mit ihrer unverhohlenen Trauer und Wut gab sie ihnen Trost. So hat sie nicht nur ihren – vielleicht für viele lebensrettenden – Job gemacht, sondern sie war gleichzeitig auch die Person, die sich jeder in so einer verzweifelten Situation zwischen Leben und Tod an seiner Seite wünschen würde."Nadja Uhl wurde in Stralsund geboren. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" und begann danach ihre Karriere am Potsdamer Hans Otto Theater. Internationales Aufsehen erregte sie erstmals im Jahr 2000 in Volker Schlöndorffs Kino-Drama "Die Stille nach dem Schuss", wofür sie bei der Berlinale den Silbernen Bären als beste Darstellerin sowie den Lettischen Filmpreis erhielt. Zudem wurde sie für den Deutschen Filmpreis als beste Nebendarstellerin nominiert. Sie spielte eine der Hauptrollen im Oscar-nominierten holländischen Film "Die Zwillinge".
Für ihre schauspielerische Leistung in dem TV-Zweiteiler "Das Wunder von Lengede" (2003) wurde sie mit dem Bambi und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Sie war in dem Zweiteiler"Die Sturmflut" zu sehen und brillierte in Andreas Dresens Kinohit "Sommer vorm Balkon". Hierfür erhielt sie eine Nominierung in der Kategorie beste weibliche Hauptrolle für den Deutschen Filmpreis 2006 und den Deutschen Fernsehpreis 2007. 2006 war Nadja Uhl in Jo Baiers hochgelobter ARD-Verfilmung "Nicht alle waren Mörder" zu sehen, die ihr eine Nominierung für den Bambi und die Goldene Kamera einbrachte.
Für ihre faszinierende Wandlungskraft und Authentizität wurde Nadja Uhl schließlich mit der DIVA 2007 als Schauspielerin des Jahres ausgezeichnet. Im Jahr 2008 ist Nadja Uhl neben "Mogadischu" in zwei weiteren hochkarätigen Produktionen zu sehen. Zu Beginn des Jahres erlebte man die Schauspielerin in Doris Dörries vielfach prämiertem Meisterwerk und Berlinale-Wettbewerbsbeitrag "Kirschblüten – Hanami" sowie ganz aktuell in Uli Edels Verfilmung von "Der Baader Meinhof Komplex" als Terroristin Brigitte Mohnhaupt.
Zuletzt stand Nadja Uhl für Alexander Adolphs Hochstaplerfilm "So glücklich war ich noch nie", Thorsten Näters Krimi "Die Toten vom Schwarzwald" sowie die Kinokomödie "Männerherzen" von Simon Verhoeven vor der Kamera.
Film und Fernsehen Auswahl
2008: Mogadischu (Regie: Roland Suso Richter), Der Baader Meinhof Komplex (Kino, Regie: Uli Edel), Kirschblüten – Hanami (Kino, Regie: Doris Dörrie)
2006: Nicht alle waren Mörder (Regie: Jo Baier), Vier Minuten (Kino, Regie: Chris Kraus), Die Sturmflut (Regie: Jorgo Papavassiliou), Dornröschen erwacht (Regie: Elmar Fischer)
2005: Sommer vorm Balkon (Kino, Regie: Andreas Dresen), Mord am Meer (Regie: Matti Geschonneck)
2004: Lautlos (Kino, Regie: Mennan Yapo)
2003: Das Wunder von Lengede (Regie: Kaspar Heidelbach)
2002: Die Zwillinge (Kino, Regie: Ben Sombogaart), Scherbentanz (Kino, Regie: Chris Kraus)
2001: La volpe a tre zampe (Kino, Regie: Sandro
Dionisio), Was tun,wenn's brennt? (Kino, Regie: Gregor Schnitzler), My sweet home (Kino, Regie: Filippos Tsitos)
2000: Verhängnisvolles Glück
(Regie: Thorsten Näter), Verrat (Regie: Oliver Dommenget), Die Stille nach dem Schuss (Kino, Regie: Volker Schlöndorff)
1999: Schnee in der Neujahrsnacht (Regie: Thorsten Schmidt), No sex (Regie: Josh Broecker)
1997: Mein ist die Rache (Regie: Thomas Jauch)





