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10.02.2012

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ARD-Morgenmagazin
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89/09 - Mein Kalender der Gefühle

6. Teil: Dienstag, 09. Juni


Juni 1989 in Ost-Berlin – die Rockband "Herbst in Peking" erhält Auftrittsverbot. Ihr Sänger Rex Joswig rief von der Bühne zu einer Schweigeminute für die Opfer des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking auf.

Der Name der Band lautet wie der Titel eines Romans des Franzosen Boris Vian, der die Punks begeisterte – mit Peking hatte das nichts zu tun - eher mit Widerstand gegen die Lebensumstände in der DDR. Ihre Texte eckten an, doch lange Zeit durften sie trotzdem auftreten.

Das änderte sich im Juni 1989. Der Kulturstadtrat in Ost-Berlin sprach ein Auftrittsverbot aus. Das bedeutete für "Herbst in Peking" keine Auftritte und kein Geld mehr. Nach der Flucht in den Westen 3 Monate später, gelang ihnen der Wende-Hit "Bakschischrepublik".

Rex Joswig, Sänger von "Herbst in Peking" war zu Gast im Studio.


Autor des 6. Teils: Wolf Siebert, RBB Berlin

Herbst in Peking (Rechte: WDR)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Die Posthippies von "Herbst in Peking" rockten den politischen Frühling herbei. ]
Opfer des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Rechte: WDR)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: Als die Band zu einer Schweigeminute für die Opfer des Massakers auf dem Platz des himmlischen Friedens aufrief,... ]
Brief Auftrittsverbot (Rechte: WDR)Großansicht des Bildes Bildunterschrift: ... bezahlte sie dafür mit einem Auftrittsverbot. ]

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