89/09 - Mein Kalender der Gefühle
7. Teil: Dienstag, 14. Juli
Ein Selbständiger in der DDR
(Länge: 3:29 min)
Bernd und Sven Sturzbecher im Gespräch
(Länge: 4:54 min)
Was geschah im Juli 1989? Am Rande der angespannten innenpolitischen Lage in der DDR unterzeichnen Ost-Berlin und Bonn ein Umweltabkommen. Doch es ist jetzt Hochsommer, und die Menschen in der DDR wollen ihn genießen. Ferienpläne werden wie immer geschmiedet: Die einen haben über die Partei oder ihr Kombinat eines der begehrten Hotelzimmer an der Ostsee ergattert, die anderen packen das Zelt auf den Trabi und studieren die Campingkarte von Bulgarien oder vom Schwarzen Meer. Im Juli ahnt es noch keiner, doch es liegt in der Luft: Nur noch wenige Wochen, dann wird während der Sommerurlaubszeit eine Massenflucht von DDR-Bürgern in die osteuropäischen Bruderstaaten Polen, Ungarn und die CSSR einsetzen.
Der Sommer 1989 ist der letzte Sommer der DDR. Zu Gast im Studio: Bernd Sturzbecher und sein Sohn Sven. Sie hatten als Bootsbauer eine eigene kleine Werft in der DDR und dachten nicht an eine Flucht in den Westen. Politisch aktiv waren sie damals nicht. So wie sie dachten und denken viele, die Sturzbechers sprechen es offen aus.
Autor des 7. Teils: Wolf Siebert, RBB Berlin




