Leben mit dem Tod
Rückschau: Sendewoche vom
09.11.2009 bis 13.11.2009
Trailer: Leben mit dem Tod
Design: Robert Koenen, Marion Weilandt, (Länge: 0:10 min)
Redaktion: Niki Pantelous
Autor: Torsten Maria Fischer
Kamera: Günter Schüller, Felix Kersting
Aufnahmeleitung: Andreas Leiendecker
FÜ-Sat-Team: Mathias Istas, Christian Müller, Uwe Engels, Thomas Kiker
Im modernen Leben kommt der Tod nur noch selten vor. Dabei ist und bleibt er ein Teil unseres Lebens. Doch viele Menschen sind unsicher im Umgang mit diesem schwierigen Thema. Und anders als in vergangenen Jahrhunderten wird in der Gegenwart versucht, den Tod weitgehend aus dem Alltag auszublenden.
In der Woche vom 10. bis 13. November spürt Morgenmagazin-Reporterin Ingeborg Haffert unserem Umgang mit Tod und Sterben nach. Sie stellt dabei Fragen, die eigentlich naheliegend sind und doch so weit weg erscheinen: Wie sieht der Berufsalltag eines Bestatters aus? Was ist ein Baumgrab und für wen eignet sich diese Bestattungsform? Wie lebt und arbeitet es sich in einem Hospiz? Was können Angehörige eines Toten auf Wunsch selber tun, und was ist eher Sache des Bestatters?
Dienstag, 10.11.2009
Die Schule für Bestatter
Am ersten Tag der Reportagereihe ist unsere Reporterin zu Gast in der weltweit einzigen Bestatterschule im fränkischen Münnerstadt. Unterrichtsfächer der dreijährigen Ausbildung sind unter anderem Dekoration, Trauerpsychologie, Hygiene und Materialkunde. Auch können erfahrene Bestatter sich hier fortbilden. Für die Ausbildung steht in Münnerstadt sogar ein spezieller Lehrfriedhof zur Verfügung.
Mittwoch, 11.11.2009
Im Hospiz
In Köln-Rondorf besucht Reporterin Ingeborg Haffert das Hospiz St. Hedwig. Hier können bis zu 10 Menschen in einer besonderen Atmosphäre ihre letzten Wochen und Tage verbringen. Wir sprechen mit einem Menschen, der uns von seinem Leben im Angesicht des Todes erzählt und erfahren von den Mitarbeitern, wie sie damit klarkommen, täglich mit Sterbenden umzugehen.
Donnerstag, 12.11.2009
Der Waldfriedhof
Wir sind auf dem Waldfriedhof in Duisburg. Dort werden mittlerweile viele individuelle Bestattungsformen angeboten. Darunter die naturnahen Baumgräber, bei denen eine Urne auf einem freien Feld beigesetzt wird. Findlinge mit dem Namen des Verstorbenen bilden die Grabstätte. Die sonst übliche Grabpflege entfällt dabei. Genau wie bei einem Rasenreihengrab, bei dem statt des Steins eine kleine Grabplatte mit Namen versehen wird. Auch anonyme Bestattungen sind hier möglich. Wir besuchen das nahegelegene Krematorium und fragen: Was passiert genau bei einer Feuerbestattung?
Freitag, 13.11.2009
Der ungewöhnliche Bestatter
Am vierten und letzen Tag unserer Reportagewoche ist Ingeborg Haffert zu Gast bei einem Bestatter in Bergisch-Gladbach. Er ermutigt Angehörige, mit den Toten anders umzugehen, zum Beispiel den von ihnen gewählten Sarg selber gestalten und zu zimmern. Er gibt den Angehörigen die Möglichkeit, ihre Verstorbenen auf ganz individuelle Art beizusetzen und zeigt ihnen Wege, besser mit ihrer Trauer fertig zu werden. Denn Bestatter Fritz Roth ist der Auffassung, dass man so - im wahrsten Sinne des Wortes – den Tod besser begreifen könne.







