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19.03.2010

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ARD ARD-Ratgeber: Auto + Verkehr

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Rückschau: Autokauf

Welche Ausstattung bringt guten Wiederverkaufswert?

Sendeanstalt und Sendedatum: SWR, Samstag, 30. Januar 2010

Worauf legen Autokäufer besonderen Wert? Welche Extras sind ein Muss?
Wir haben in verschiedenen Frankfurter Autohäusern nachgefragt. Stefan Müller und seine Freundin aus Wiesbaden haben sich einen Polo bestellt - gefertigt ganz nach ihren Wünschen: „Es war uns wichtig, dass er einen MP3-Player hat, dass er Klimatronik hat, also die Klimaautomatik, dass es ein 5-Türer ist, das war ganz wichtig.“

Bei Kleinwagen ist ESP zu empfehlen

"Bei Kleinwagen zahlt sich nicht jedes Extra beim Wiederverkauf gleich gut aus", weiß Michael Bergmann vom Fahrzeug-Bewerter EurotaxSchwacke. Der gebürtige Kanadier hat untersucht, welche Ausstattungen sich beim Wiederverkauf wirklich lohnen. Michael Bergmann weiter: „Sehr wichtig sind elektrische Fensterheber, wenn möglich Zentralverriegelung und absolut Klimaanlage. Wenn es geht würde ich auch empfehlen ESP zu bestellen, weil insgesamt sind Sicherheitsfeatures besser und gut für den Wiederverkaufswert.“ Bei den Kleinen tragen also eher praktische Sonderausstattungen zum Werterhalt bei.

Sitzheizung und Leichtmetallfelgen in der Kompaktklasse

Für Murat Dincer - er ist auf der Suche nach einem A3 - geht es weniger ums Praktische, eher um den Komfort: „Wichtig ist für mich auf jeden Fall die Sitzheizung. Das ist ein Ding das ich nicht mehr missen möchte." Richtig. In der Kompaktklasse ist die Sitzheizung fast ein Muss. Genauso wie Leichtmetallfelgen. Von der Farbe „Weiß“ sollte man allerdings besser die Finger lassen, obwohl sie derzeit voll im Trend liegt. Denn wie immer bei der Mode: Trends kommen und gehen - die Klassiker bleiben. In Internet-Autobörsen werden weiße Fahrzeuge übrigens fast immer unter dem Durchschnittspreis gehandelt. Schwarz läuft nach wie vor am besten.

Automatikgetriebe von Vorteil in der Mittelklasse

Sergio Gonzales ist auf der Suche nach einem Mittelklassewagen. Ein Toyota
Avensis soll es sein. Auch bei ihm geht es nicht ohne Extras: „Das Licht sollte gut sein, ein Navigationsgerät vielleicht. Das sind die wesentlichen Dinge, auf die ich Wert legen würde."
"Diese Rechnung geht auf", sagt Michael Bergmann, „bei der Mittelklasse fangen wir mit Navigationssystemen an, ist empfehlenswert, eingebaut, Xenonscheinwerfer sind auch empfehlenswert als Zusatz und Klimaautomatik ist auch etwas, das wir empfehlen.“ Ohne diese Ausstattungen ist ein Mittelklassewagen nur schwer verkäuflich. Von Vorteil auch schon in dieser Klasse: Automatikgetriebe, denn laut einer aktuellen Umfrage fahren zwei von drei Deutschen lieber mit Automatik als mit Handschaltung.

Luxus pur in der Oberklasse

Bei der Oberklasse ist natürlich noch mehr Luxus gefragt. Luis Manzanares ist kurz davor sich einen Lexus LS600 zuzulegen. Preis: über 100.000 Euro. Da sind auch die Ansprüche hoch: „Ich möchte gerne Navigation. Ich möchte Lederausstattung. Ich möchte Sitzheizung, belüftete Sitze und ein Schiebedach haben. Eine Hi-Fi-Anlage, elektrische Fensterheber vorne, hinten. LED-Beleuchtung vorne, hinten. Das sind so die Sachen, die sehr wichtig sind für mich.“ Und die sind in der Oberklasse meist schon Serienausstattung. Doch es gibt immer noch ein paar neue Extras, die gut ankommen.

Michael Bergmann von EurotaxSchwacke: „Zum Beispiel Bluetooth in einem Oberklasse-Auto ist absolut empfehlenswert. Ipod oder USB-Portal, ich kann mir vorstellen, wenn das gängiger wird, dass das dann auch so eine Ausstattung ist, die man überlegen sollte, bevor man einen Neuwagen bestellt.“ Gespart werden sollte in der Oberklasse auf keinen Fall, denn ohne Luxus pur wird man die Edelkarossen später kaum mehr los.

Praktisches Zubehör erleichtert den Wiederverkauf

Hoch im Kurs in fast allen Klassen: Klima, Leder und Navi - im Internet werden diese Ausstattungen am häufigsten gesucht. Grundsätzlich gilt: praktisches Zubehör erleichtert den Wiederverkauf, trotzdem: es verliert schneller an Wert als das eigentliche Auto. Michael Bergmann: „Das heißt ein Auto hat, sagen wir im Durchschnitt, einen Wert nach drei Jahren, 60.000 Kilometern, von ungefähr 50 Prozent von dem Wert beim Neukauf. Das kann man nicht über die Ausstattungen sagen. Da ist dann die Spielregel ungefähr 30 bis 35 Prozent.“

Fazit:

Zubehör ist teuer und verliert schnell an Wert, aber ohne sinnvolle Extras kriegt man das ganze Auto kaum los.

 

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 30.01.2010. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

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