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17.03.2010

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Rückschau: Wintertipps

Sendeanstalt und Sendedatum: RBB, Sonntag, 6. Dezember 2009

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Der Winter rückt unaufhaltsam näher: Es wird früh dunkel, es riecht nach Weihnachten und überall wird geschnieft. Die Nasen laufen und der Taschentuchverbrauch steigt enorm.

Nasenspray

Wer sich jetzt die geschwollenen Schleimhäute dauernd "freipustet", kann sich jedoch an so ein Nasenspray allzu schnell gewöhnen. Zwar steht es auf der Packung geschrieben, dass die Verwendung auf wenige Tage beschränkt sein sollte, doch nicht jeder Schnupfen-Patient hält sich auch daran. Doch bei Dauergebrauch nehmen die Blutgefäße in der Schleimhaut Schaden. Und die Schleimhäute werden umso stärker durchblutet und schwellen immer stärker an. Ein Teufelskreis entsteht.

Laut der „Hauptstelle für Suchtfragen“ gibt es hierzulande über 100.000 Nasenspray-Abhängige. Aber: Nasensprays sind eine wichtige Hilfe bei Schnupfen. Damit wird gewährleistet, dass das Sekret abfließen kann und man vermeidet so Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Besonders bei Kindern folgt auf einen heftigen Schnupfen häufig eine Mittelohrentzündung – auch das kann ein Nasenspray verhindern.
Um eine Abhängigkeit zu vermeiden, kann man beispielsweise nur vor dem Schlafengehen das Spray benutzen oder abwechselnd immer nur in ein Nasenloch sprühen. Hilfreich kann auch die Verwendung einer Nasendusche sein oder ein Meersalz-Nasenspray.

Lippenpflege

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Bei einer Erkältung leiden oft nicht nur die Nase, sondern auch die Lippen. Sie werden spröde, rissig und spannen. Das liegt unter anderem daran, dass die dünne Haut an den Lippen selbst keine Talgdrüsen hat. Ohne diese schützende Schicht neigt sie zum Austrocknen und das ist in der kühlen Jahreszeit besonders der Fall. Ein Lippenpflegestift verschafft Abhilfe. Doch manch einer sucht ständig danach. Besonders Frauen sind anfällig dafür, denn sie sind es meist schon seit dem Teenager-Alter gewohnt, ihren „Kussmund“ zu pflegen.

Egal, ob aus der Tube, einem Döschen oder als Pflegestift: Ein Lippenbalsam legt eine dünne Fettschicht auf die Lippenhaut und verhindert das Austrocknen. Auf Dauer kann man sich jedoch an dieses Gefühl zu sehr gewöhnen und empfindet die natürliche Trockenheit der Lippen sogar als unangenehm. Mancher wird dann regelrecht nervös, wenn keine Pflege zur Hand ist. Dazu kommt, dass manche Pflegeprodukte Duft-, Geschmacks- und Konservierungsstoffe enthalten, welche die Lippen zusätzlich austrocknen. Laut einer aktuellen Untersuchung von Öko-Test sollte man deshalb einen Lippenbalsam mit natürlichen Inhaltsstoffen und ohne Erdölprodukte und chemische UV-Filter wählen. Besser ist dabei physikalischer UV-Schutz beispielsweise auf Basis von Zinkoxid.

Gefährlich sind überpflegte Lippen nicht, doch es ist lästig und deshalb sinnvoll, die Dauerpflege zu reduzieren. Als erstes muss man dazu aushalten, dass die Lippen sich trockener anfühlen. Sanfte Pflege bietet Honig oder Öl. Davon kann man zu Hause eine „Pflegepackung“ auftragen, die einige Zeit auf den Lippen bleibt. In jedem Fall sollte man seine Lippen regelmäßig „verwöhnen“, auch im Sommer, dann sind sie in der kühlen Jahreszeit besser gewappnet gegen Wind und Wetter.

Erkältung und Grippe

Für die meisten Menschen besteht zwischen Erkältung und Grippe kein Unterschied. Dabei ist er gewaltig: Typisch für die saisonale Grippe ist ein heftiger und plötzlicher Beginn mit starkem Fieber. Meist treten gleichzeitig Husten und Schnupfen auf. Kopf- und Gliederschmerzen und eine erhebliche Entkräftung sorgen dafür, dass der Betroffene sich kaum mehr bewegen kann. Die Grippe kann lebensbedrohend sein – pro Winterhalbjahr fordert sie allein in Deutschland bis zu 8.000 Tote.

Die Schweinegrippe kann ähnliche Symptome zeigen, oft jedoch besteht ein wesentlich geringeres Krankheitsgefühl.
Eine Erkältung hingegen verläuft in jedem Fall weniger dramatisch. Die Symptome lösen sich meist ab: Zuerst kratzt der Hals, dann läuft die Nase und schließlich folgt der Husten. Das Fieber ist meist nicht so hoch und kann innerhalb weniger Tage zurückgehen.

Ursache für diesen Gegensatz sind die unterschiedlichen Erreger. Nur die Grippe wird durch die gefährlichen Grippeviren (Influenza-Viren) ausgelöst. Eine Erkältung hingegen wird durch sogenannte Rhinoviren oder Coronaviren ausgelöst, die meist harmlos sind. Das Ausmaß der Grippewelle hängt vor allem davon ab, welche Grippeviren im Umlauf sind. Da die Grippeviren Meister der Verwandlung sind, gibt es jedes Jahr neue sogenannte Influenza-Stämme.

Um einer echten Grippe vorzubeugen, dazu dient vor allem die Grippeschutzimpfung. Empfohlen wird sie vor allem älteren Menschen ab dem 60. Lebensjahr und Erwachsenen und Kindern, die an einer chronischen Erkrankung leiden, so etwa an Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenleiden oder Asthma. Zudem sollten Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, etwa nach Organtransplantationen, HIV-Infizierte oder Leukämiepatienten, sich impfen lassen. Nicht zuletzt wird die Grippeschutzimpfung für alle Personen, die beruflich oder privat mit vielen Menschen Kontakt haben (z. B. medizinisches Personal oder Busfahrer), empfohlen.

Risikopersonen sollten sich jetzt gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Die Impfung gegen Schweinegrippe kann gleichzeitig erfolgen, besser ist es jedoch, die Impfungen nacheinander durchführen zu lassen. Damit lassen sich eventuelle Nebenwirkungen besser zuordnen.

Infotext: Susanne Faß

 

Adressen & Links

Im Gespräch:
Frau Dr. Angelika Prehn
Vorstandsvorsitzende der KV Berlin
Kassenärztliche Vereinigung Berlin
Masurenallee 6A
14057 Berlin
Tel.: 030 – 31 003-0
Email: kvbe@kvberline.de

Winterwelt am Potsdamer Platz
Die Winterwelt ist bis zum 03. Januar 2010 täglich von 10 bis 22 Uhr, an allen Adventssamstagen bis 24.00 Uhr, geöffnet.
Vom 23. November bis zum 27. Dezember ergänzt der traditionelle Weihnachtsmarkt in der Alten Potsdamer Straße die Winterwelt am Potsdamer Platz.

 

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 06.12.2009. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

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