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Rückschau: Mosambik

Sendeanstalt und Sendedatum: SR, Sonntag, 25. Januar 2009

Elefanten im Gorongosa-Park (Foto: dpa) lupe Bildunterschrift: Elefanten im Gorongosa-Park (Foto: dpa) ]
Mosambik
– touristisches Neuland im südlichen Afrika


Lange kamen aus Mosambik nur schlechte Nachrichten. So erfuhren wir von einem jahrelangen, brutalen Bürgerkrieg, von Hunger und verheerenden Überschwemmungen. Bis heute ist das südostafrikanische Land immer noch eines der ärmsten der Welt – neuerdings aber auch Hoffnungsträger und Vorbild für den afrikanischen Kontinent.

Perle im Indischen Ozean

Das Land ist dabei, sich von seinen Wunden zu erholen – auch mit Hilfe des Tourismus. Früher wurde es als "Perle im Indischen Ozean" bezeichnet. Jetzt entwickelt sich das Land zu einem neuen Ferienziel - mit 2800 Kilometer langen, teilweise paradiesischen Küsten, wiedergeborenem Wildlife in den alten und neuen Nationalparks sowie einer spannenden Alltagskultur.

Momentan konzentriert sich der Tourismus vor allem auf die idyllischen Inseln des Quirimba-Archipels wie z.B. Matemo. Der Indische Ozean zeigt sich hier von der schönsten Seite und erinnert mit seinem glasklaren Wasser und den knallbunten Korallenriffen an die Karibik.

Die Inselbewohner sind bis heute Muslime. Die meisten leben vom Fischfang – und indirekt vom Tourismus.

Trotzdem empfehlen wir, mehr als nur die Inseln zu besuchen. Machen Sie zum Beispiel einen Abstecher in die Hauptstadt Maputo! Die wieder auferstandene Kapitale ist eine Mischung aus Kolonialpracht und Plattenbau-Tristesse, lebendiger Latino-Kultur und afrikanischem Alltags-Getümmel. Und am Stadtstrand treffen sich abends die Flaneure.

Faszinierende Fauna im Gorongosa-Park

Der Gorongosa-Nationalpark ermöglicht jetzt wieder den Kontakt mit einer faszinierenden Tierwelt. Hier kann man Buschwanderungen und Safaritouren unternehmen.

Während des Bürgerkriegs war der Park das trostlose Symbol eines zerstörten Landes - heute ist er das Symbol des Neuanfangs. Denn wo einst der Krieg auch den Tierbestand fast völlig dezimierte, wird heute Ökobewusstsein ganz groß geschrieben. Elefanten, Giraffen und Löwen sind zurück.

Auf Safari im Gorongosa-Nationalpark

Die Anreise von Beira aus erfolgt im Auto über die EN6 und dauert ungefähr drei Stunden. Selbstfahrer achten auf Schlaglöcher und zahlreiche andere Verkehrsrisiken! Die Parktore öffnen um 6.00 Uhr morgens und schließen um 18.00 Uhr. Im Park selbst ist ein Allrad-Fahrzeug dringend zu empfehlen.

Reservierungen (Unterkunft und Safari-Tour):
Fon: +258 / 23 535010
E-Mail: travel@gorongosa.net

Hotels: Unterkünfte sind im Verhältnis zu europäischen Standards und zum touristisch besser erschlossenen Südafrika teuer. Auf den Archipelen (Qurimbas und Bazaruto) sowie in den Touristenorten an der Küste findet man zahlreiche hochwertige Hotelanlagen.

Die Gruppe www.raniresorts.com betreibt in Mosambik unter dem Motto "Luxury for less" mehrere dennoch nicht ganz billige Luxus-Resorts, zum Beispiel das Pemba Beach Hotel in Pemba (Ausgangspunkt für das Insel-Hopping zum Quirimbas-Archipel) sowie das Matemo Island Resort auf der Insel Matemo. Die Buchung ist möglich über das

Johannesburg Reservations Office
Fon: +271 / 1 467 1277
Fax: +271 / 1 465 9623
E-Mail: enquiries@raniresorts.com

Das "Chitengo Safari Camp" ist die einzige Unterkunft im Gorongosa-Nationalpark. Die vorhandene Infrastruktur (Chalets von einfacher bis gehobener Qualität) sollen bald um Luxus-Chalets ergänzt werden. Buchbar unter Fon: +258 / 23 535010 oder im Internet auf www.gorongosa.net.

In Maputo ist das "Polana Serena Hotel", ein mittlerweile legendärer Kolonialpalast, die erste Adresse. Besitzer ist der einschlägig vorbelastete Aga Khan. Im Polana trifft man regelmäßig Prominente wie den Schriftsteller Henning Mankell.

Polana Serena Hotel
Avenida Julius Nyere 1380
Fon: +258 / 21 491 001
Fax: +258 / 21 491 480
Internet: www.polana-hotel.co.mz

Praktische Tipps

Visum: Visa kosten 25 US-Dollar und können vorab über die Mosambikanische Botschaft oder direkt bei der Einreise erworben werden. Zusätzlich wird eine Einreise- und Airportsteuer fällig (drei US-Dollar).

Reiseveranstalter: Viele der großen deutschen Reiseveranstalter haben Mosambik inzwischen in ihrem Programm – meist in Kombination mit den Nachbarländern wie z.B. Südafrika. Die Reisen werden dabei nicht vorgefertigt, sondern individuell nach dem Bausteinprinzip zusammengestellt.

Eine Auswahl der Veranstalter: Explorer Fernreisen, TUI, Thomas Cook, Meier’s Weltreisen. DERTOUR, FTI.

Kosten:Inklusive aller Flüge, Transfers und Übernachtungen kostet eine zehntägige Reise mit der Insel Matemo, dem Gorongosa-Nationalpark sowie der Hauptstadt Maputo rund 1700 Euro.

Reisezeit: Die beste Reisezeit ist von April bis Oktober.

Flüge: South African Airways (www.flysaa.com) fliegt über Johannesburg nach Maputo (Economy-Ticket ca. 1100 Euro).
Anschlussflüge nach Pemba zum Quirimbas-Archipel mit Airlink (www.flyairlink.com) oder Pelican Air (www.pelicanair.co.za).
Inlandsflüge nach Beira (Gorongosa-Park, Bazaruto-Inseln) übernimmt die mosambikanische Airline LAM (www.lam.co.mz).

Geld: Mosambik ist kein Billigreiseland. Das nötige Kleingeld liefern in mittleren und großen Städten zahlreiche Geldautomaten mit EC- und Kreditkartenservice. Nicht immer funktionieren sie – das gilt auch für die Kartenlesegeräte in den Flughäfen. Bargeldreserven können nützlich sein.

Als Barzahlungsmittel sind stets auch der US-Dollar und der südafrikanische Rand willkommen – der Euro eher weniger.

Gesundheit: Malariaprophylaxe wird von Tropenärzten ganzjährig empfohlen. Die Medikamente haben aber zum Teil starke Nebenwirkungen. Das größte Risiko besteht in der Regenzeit von November bis März. Außerhalb dieser Zeit sind unter Umständen ein guter Mückenschutz und helle, langärmelige Kleidung am Abend ausreichend.

Kriegsfolgen: Noch immer liegen im Inland und im Busch Landminen. Auf Überland-Touren oder Buschwanderungen sollte man deshalb nur in Begleitung erfahrener Touristenführer aussteigen! Inseln, Badeorte und Städte sind dagegen sicher.

Reiseführer: Uneingeschränkt zu empfehlen ist der regelmäßig und häufig aktualisierte Reiseführer "Reisen in Mosambik" aus dem Hupe-Verlag (auch online unter www.hupeverlag.de). Der umfangreiche Serviceteil enthält zahlreiche wissenswerte Informationen.

 

Adressen & Links

Allgemeine Informationen bei:

Mosambik Tourismus
(über WEGO COM & PR)
Werner Gordes
Am Kirschenberg 24
61169 Friedberg
Fon: 06031 / 91062
Fax: 06031 / 77 26 33
Mail: werner.gordes@t-online.de
Internet: www.mosambiktourismus.de

Mosambikanische Botschaft in Berlin
Stromstr. 47
10551 Berlin
Fon: 030 / 39 87 65 00
Internet: www.mosambik-botschaft.de

 

Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 25.01.2009. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

Externe Links

  • Auswärtiges AmtHomepage des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland
  • FUTUR MosambikHomepage des mosambikanischen Tourismusministeriums (port. & engl.)
  • ASA-AfricaHomepage der Arbeitsgemeinschaft Südliches und Östliches Afrika

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