Die Gäste der Sendung am 18. Februar | 22:45 Uhr
Ob Krise oder Aufschwung – Mathias Richling nimmt das politische Geschehen mit seinen Gästen ins Visier. Im "Satire Gipfel" wird haarklein seziert, ätzend kommentiert, satirisch aufbereitet und treffsicher parodiert. Zu Gast sind: Andreas Rebers, Christian Ehring, Matthias Egersdörfer und Tobias Mann.
Andreas Rebers teilt mit subversiver Lust nach allen
Seiten aus, politisch völlig unkorrekt und im besten Sinne unberechenbar.
Christian Ehring – für die einen der "Philosoph
unter den Tischfußballern", andere nennen ihn den "Heiner
Bremer des Rock’n Roll", den "Mussorsky der Algebra"
oder schlicht bei seinem Vornamen. Christian Ehring ist trotz seiner
zutiefst bürgerlichen Existenz ein Mensch voller Fragen, Zweifel
und Widersprüche geblieben. Rastlos, getrieben, und immer auf
der Suche. Meistens nach seinem Autoschlüssel. Matthias
Egersdörfer als freier Kabarettist und Comedian mit
Meldeadresse im mittelfränkischen Röthenbach wurde regulär
eingeschult, lernte Lesen, Schreiben und Basteln und dann immer kompliziertere
Sachen. Seit September 2005 ist Tobias Mann auf den
Bühnen der Nation unterwegs und verbindet Kabarett, Comedy und
Musik in unverwechselbarer Art und Weise und kann sich über Langeweile
nicht beschweren.
Andreas Rebers
Geboren 1958, wuchs Andreas Rebers im niedersächsischen Weserbergland auf, wo er mit der Stimmungskapelle "Los Promillos" auf Schützenfesten, Feuerwehrvergnügen und Vereinsfesten sein erstes musikalisches Betätigungsfeld fand. Während des späteren Studiums an der Uni Hannover ergaben sich erste Kontakte zur freien Theaterszene und zum Kabarett. Von 1984 bis 1988 studierte er bei Thomas Aßmus Akkordeon. 1989 wurde er Musikalischer Leiter des Schauspiels am Staatstheater Braunschweig.
Rebers ist Autor von Chansons, Liedern und Kabarettprogrammen, sowie Komponist von Bühnen- und Schauspielmusiken. Kabarettgastspiele absolvierte er im gesamten deutschsprachigen Raum. Mit seinen zuweilen rabenschwarzen Alltagsbetrachtungen begeistert er die Kabarett-Fans. Und das, obwohl – oder vielleicht auch gerade weil – er es seinen Zuschauern nicht unbedingt leicht macht. An der im Kabarett häufig anzutreffenden Komplizenschaft zwischen Künstler und Publikum ist er nicht interessiert. Mit subversiver Lust teilt er nach allen Seiten aus, politisch völlig unkorrekt und im besten Sinne unberechenbar. "Ich gehe nicht auf die Bühne, um die Leute zu bestätigen" sagt Andreas Rebers, "damit die dann sagen: Ja, das denke ich auch, das ist richtig!" Vielmehr gehe es ihm darum, Erwartungshaltungen aufzulösen und Platz zu schaffen für neue Gedanken. Andreas Rebers erhielt den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2007 in der Sparte Kabarett und den DEUTSCHEN KABARETTPREIS 2008, die höchsten Auszeichnungen im deutschsprachigen Kabarett.
Mehr Infos: www.andreasrebers.de
Christian Ehring
Für die einen ist er der "Philosoph unter den Tischfußballern", andere nennen ihn den "Heiner Bremer des Rock’n Roll", den "Mussorgsky der Algebra" oder schlicht bei seinem Vornamen. Er selbst vergleicht sich gern mit Winston Churchill, aber das ist vermutlich was Pathologisches. Wer aber ist dieser Mann, der sich so hartnäckig allen Klischees verweigert?
Christian Ehring erblickte 1972 in Duisburg das Licht der Welt – soweit jedenfalls im Ruhrgebiet von Licht die Rede sein konnte. Aufgewachsen in der niederrheinischen Provinz (Krefeld), trieb er schon früh seine Karriere voran: Kindergarten, Schule, Messdiener. Nebenbei lernt er Klavier. Singen und Schauspiel, Tanzen und Steppen, Reiten und Fechten durften natürlich nicht fehlen. War aber zu teuer. 1980 die erste große Zäsur. Völlig unvermittelt brechen die 80er Jahre an. Eine wilde Zeit. Um ein Haar wäre Ehring Punk geworden, wenn es seine Eltern denn erlaubt hätten. Stattdessen schlägt er sich mit Gelegenheitsjobs als Aushilfsorganist durch und gründet 1990 das Kabarett "Die Scheinheiligen". 1992 Abitur. Ehring verlegt seinen Lebensmittelpunkt ans andere Ende der damals bekannten Welt: Köln. Kulturschock. Vor Schreck beginnt er ein Jurastudium (kurz), dann ein Germanistikstudium (lang). Beide Projekte mussten leider unvollendet bleiben. 1997: "Die Scheinheiligen" sind unversehens ein republikweit anerkannter Geheimtipp geworden. Mit Bühnenpartner Volker Diefes und dem Programm "Generation XXL" tingelt Ehring übers Land und ist auch schon mal im Fernsehen zu sehen. Lustiger noch als das Programm selbst sind die vielen Kleinkunstpreise, die man dem Duo ans Revers heftet: St. Ingberter Pfanne, Melsunger Kabarettpreis, Magdeburger Kugelblitz, Obernburger Mühlstein, Aachener Westspitze und Stuttgarter Besen. 1998 entdeckt Kay S. Lorentz den jungen Kleinkunstrecken und engagiert ihn vom Fleck weg für sein "Düsseldorfer Kom(m)ödchen", wo er fortan als satirischer Angestellter (Autor, Komponist, Pianist, Schauspieler) das altehrwürdige Kabarettmöbel frisch aufpoliert. Im Gegensatz zu Gerhard Schröder hält er eine Amtszeit von vier Jahren für lang genug, verlässt im Sommer 2002 das Kom(m)ödchen und startet eine Solokarriere. Ehring kehrt ans Kom(m)ödchen zurück. Neben einem Platz auf der Bühne bekommt er diesmal auch einen Schreibtisch im Büro angeboten. Ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann. Fortan teilt er sich mit Kay Lorentz die künstlerische Leitung des Hauses. Im September 2006 hat das neue Ensembleprogramm Premiere: "Couch – ein Heimatabend" (Text: Dietmar Jacobs, Christian Ehring) entwickelt sich zum Publikumsrenner. Erstmals seit über zehn Jahren wird ein Kom(m)ödchen-Stück wieder komplett vom WDR-Fernsehen aufgezeichnet. Im Januar 2009 hat das neue Programm des Kom(m)ödchen-Ensembles Premiere: "Sushi – Ein Requiem".
Neben seinem Kom(m)ödchen–Engagement tritt Ehring weiterhin
solo auf und produziert Texte und Töne für Kollegen auf
Mattscheibe und Bühne. Er arbeitet für diverse TV-Produktionsfirmen
und schrieb bereits für Dieter Hallervorden, Thomas Freitag,
Michael Frowin, Kai Magnus Sting, Simone Solga, Distel (Berlin), Herkuleskeule
(Dresden), Kom(m)ödchen (Düsseldorf), Leipziger Pfeffermühle,
"Käptn Blaubär" (WDR) und "RTL Freitag Nacht
News".
In seiner knappen Freizeit widmet er sich außerdem seiner zweiten
großen Leidenschaft: dem Kaffeetrinken. Christian Ehring lebt
in Düsseldorf und trägt das mit Fassung. Trotz seiner zutiefst
bürgerlichen Existenz ist er ein Mensch voller Fragen, Zweifel
und Widersprüche geblieben. Rastlos, getrieben, und immer auf
der Suche. Meistens nach seinem Autoschlüssel.
Preise:
Handelsblatt-Förderpreis "Sprungbrett" 2004
Westspitzen-Preis 2004 (Sparte Kabarett)
Goldener Rostocker Koggenzieher 2005
Leipziger Löwenzahn 2009 (an das gesamte Ensemble des Kom(m)ödchens)
Aufsteigerpreis "Fresh Zeck" 2010 (Internet-Kabarettpreis
ZECK 2010)
Mehr Infos: www.christianehring.de
Matthias Egersdörfer
Matthias Egersdörfer, Jahrgang 1969, wurde schon früh von
den lokalen Eigenheiten des Nürnberger Umlands geprägt.
Von Geburt an stand er in einer Beziehung zu Land und Leuten. Zunächst
beschränkte sich diese auf das Elternhaus, wo ein Wickeltisch
stand. Doch schon bald erweiterte sich das soziale Umfeld.
Matthias Egersdörfer wurde regulär eingeschult, lernte Lesen,
Schreiben und Basteln, dann immer kompliziertere Sachen. Schon als
Kind pflegte er Hobbys und private Interessen. Auf das obligatorische
Abitur folgte ein Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und
Philosophie. Anschließend Ausbildung zum Medienberater. Dann
ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg
als Meisterschüler bei Peter Angermann. Schließlich freier
Kabarettist und Comedian mit Meldeadresse im mittelfränkischen
Röthenbach.
2004 legt er mit "Der Alleinunterhalter" sein erstes Soloprogramm vor, dem zwei Jahre später das inzwischen mehrfach preisgekrönte "Falten und Kleben" folgt. Im Februar 2008 war Egersdörfer in einer Episode der Fernsehserie "Dittsche" als Olli Dittrichs Zellengenosse zu sehen. Im selben Jahr erhielt er ein Nürnberg-Stipendium im Rahmen der Verleihung des Preises der Stadt Nürnberg und den Stuttgarter Besen in Gold.
Matthias Egersdörfer ist zudem Frontmann der in die Jahre gekommenen Boygroup Fast zu Fürth, die "schlimme Comedy mit lustiger Musik" verbindet, mit der er weiterhin regelmäßig Gastspiele gibt. Der Weg zu seinen Erfolgen hat viele Stationen: u. a. Auszeichnungen mit dem Münchner Kabarettkaktus, dem Kleinkunstpreis der Berliner Wühlmäuse, dem Bayerischen Kabarettpreis 2010 in der Kategorie "Senkrechtstarter" und dem Deutschen Kleinkunstpreis 2010. Er ähnelt darin jener S-Bahn, die Nürnberg mit Röthenbach und dem hinteren Umland verbindet.
Mehr Infos: www.egers.de
Tobias Mann
Seit September 2005 ist Tobias Mann mit seinem Kabarett-/Comedy-Programm "Man(n) sieht sich! – Ein Endzwanziger in Wort und Lied" auf den Bühnen der Nation unterwegs und zu Hause. Im Frühjahr 2008 folgte dann sein zweites Programm "Man(n)tra – der Sinn des Lebens in zwei Stunden". Sein Weg führte ihn in viele kleine und größere Theater in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz hat er sein Publikum gefunden. Regelmäßig konnte und kann sein Wortwitz, seine Spontaneität und Musikalität bei den Veranstaltungen von Knacki Deusers "Nightwash" überzeugen – sei es live im Waschsalon, als TV-Format oder "on Tour".
Auch renommierte Comedy- und Kabarettpreise darf er sein Eigen nennen: den Trierer Constantin Comedy Preis 2006/2007, den Münchner Förderpreis "Goldene Weißwurscht 2007", den 1. Platz beim Münchner "Kabarett Kaktus 2006" und den Publikumspreis des Kleinkunstfestivals 2007 der Berliner Wühlmäuse. In 2008 gewann er den Hamburger Comedy Pokal und den renommierten Bonner Prix Pantheon. Darüber hinaus wurde er mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2008 (Förderpreis der Stadt Mainz) ausgezeichnet.
Er war im Jahr 2007 regelmäßig im ZDF als WISO-Comedian
präsent, wo er in einem eigenen Beitrag seine humorvolle Sicht
auf aktuelle Themen zum Besten geben konnte. Im Jahr 2008 war er u.
a. zu Gast bei Stefan Raabs "TV Total" (Pro 7), "WDR-Fun(k)haus",
"Nightwash (Comedy Central)" und "Mitternachtsspitzen"
(WDR). Im letzten und in diesem Jahr ist er in den Sendungen "Quatsch
Comedy Club" (Pro 7), "Stratmanns" (WDR), "Ottis
Schlachthof "(BR), "Neues aus der Anstalt" (ZDF), "NDR-Talkshow",
"Alfons und Gäste" (SR), "3Sat-Zeltfestival"
und auch beim "Satire Gipfel" vertreten. Man(n) sieht: Über
Langeweile kann er sich nicht beschweren.
Nach seinem erfolgreichen Studium als Diplom-Kaufmann feilte er zusätzlich
im Rahmen einer Dissertation an einem humoristischen Marketingthema.
Nebenbei bleibt er nach wie vor der musikalische Leiter von Aca&Pella,
der Band, welche ihm schon seit 1998 ausverkaufte Konzerte, einen
ständig wachsenden Fanpool und zahlreiche Fernsehauftritte brachte.
Sein Bühnendasein begann im zarten Alter von zwölf Jahren,
wie sich das für einen Mainzer schickt, natürlich im fastnachtlichen
Treiben der Stadt. Neben einem Faible für Humor in all seinen
Facetten war auch Musik schon damals ein wichtiger Bestandteil seines
Lebens; er erlernte im Rahmen seiner musikalisch geprägten Erziehung
das Spielen von Klavier, Saxophon, Klarinette und Gitarre, letzteres
autodidaktisch. Mit den Jahren ging die Praxis von Saxophon und Klarinette
allerdings etwas verloren, da es sich beim Spielen von Blasinstrumenten,
wie Toby selbst sagt, "so schlecht gleichzeitig singt".
Gerade das Singen wurde im Verlauf seines Bühnenlebens ein immer
wichtigeres Ausdrucksmittel. All das formte über die Jahre die
Auftritte von Tobias Mann, die stets Kabarett, Comedy und Musik in
unverwechselbarer Art und Weise verbinden. Seit Januar hat er sogar
eine eigene Sendung im WDR "Mann an Bord".
Mehr Infos: www.tobiasmann.de

