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10.02.2012

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ARD Filmbuch: Zahlen und Fakten 2006

 

Filmrolle (Bild: photos.com) Bildunterschrift: Filmrolle ]
Die Landesrundfunkanstalten der ARD wendeten im Jahr 2006 eine Summe von rund 220 Millionen Euro für die Filmneuproduktion auf. Diese Summe umfasst die Einzahlungen der Sender an die Länderfilmförderungen, die Mittel der einzelnen Anstalten für Koproduktionen mit externen Partnern sowie den Etat für fiktionale Eigen- bzw. Auftragsproduktionen (Fernsehfilme und Serien).

Zusätzlich investierte die ARD Degeto im Jahr 2006 ca. 87 Mio. Euro in Fernsehfilmauftragsproduktionen, 63 Mio. Euro in Hauptabendserien und Telenovelas, 100 Mio. Euro in Vorabendserien und stellte etwa 80 Millionen Euro für den Spielfilmeinkauf internationaler Produktionen bereit.

Der Anteil deutscher Kinoproduktionen am Gesamtumsatz der Kinobetreiber lag 2006 bei über 20 Prozent. Ohne das finanzielle und redaktionelle Engagement der ARD wäre dieses überaus gute Ergebnis nicht erreichbar gewesen. Rund 40 ARD-Koproduktionen sind im vergangenen Jahr im Kino gelaufen, darunter "Deutschland – ein Sommermärchen" (3.992.056 Besucher), "Das Leben der Anderen" (1.660.662 Besucher), "Wer früher stirbt ist länger tot" (1.174.916 Besucher), "Sommer vorm Balkon" (963.595 Besucher) und "Elementarteilchen" (820.640 Besucher). Für das Jahr 2007 sind bereits über 50 ARD-Koproduktionen für eine Kinoverwertung angemeldet.

Ein Gradmesser für die Qualität der ARD-Koproduktionen sind die nationalen und internationalen Preise, die diese errungen haben. Beim "Deutschen Filmpreis" gingen sowohl 2005 als 2006 16 von insgesamt 17 Auszeichnungen an ARD-Koproduktionen, beim "Bayerischen Filmpreis" waren es 2005 zehn und 2006 neun von insgesamt 15 Auszeichnungen.

Auch bei den Fernsehpreisen schneiden ARD-Produktionen sehr gut ab. Rund die Hälfte aller in den Sparten Fiktion und Dokumentation verliehenen Filme sowohl beim "Deutschen Fernsehpreis" als auch beim renommierten "Grimme-Preis" gingen 2005 und 2006 an ARD-Produktionen.

Weitere herausragende Auszeichnungen waren der Europäische Filmpreis 2006 für "Das Leben der Anderen" und den Dokumentarfilm "Die große Stille", zwei "Silberne Bären" auf der Berlinale 05 und drei auf der Berlinale 06 für "Sophie Scholl", "Requiem", "Elementarteilchen" und "Der freie Wille" sowie drei Oscar-Nominierungen als "Bester ausländischer Film" für "Der Untergang" (2005), "Sophie Scholl" (2006) und "Das Leben der Anderen" (2007). Alle Filme entstanden in Koproduktion mit einer oder mehreren Landesrundfunkanstalten.

Im Ersten, dem Gemeinschaftsprogramm der ARD, betrug der Anteil des fiktionalen Angebots am Gesamtprogramm im Jahr 2006 38 Prozent. Rund 1888 Stunden Fernseh-, Spiel- und Dokumentarfilme strahlte Das Erste aus; dabei lagen die deutschen Produktionen mit 38% vor den Importen aus den USA (33%). Dazu kamen die Angebote der Dritten Programme mit einer Gesamtlänge von 174.019 Minuten an Fernsehfilmen und 299.391 an Spielfilmen.

Die fiktionalen Sendeplätze des Ersten im Hauptabendprogramm stoßen beim Publikum auf große Akzeptanz: Die beiden Serien am Dienstagabend sahen 2006 durchschnittlich 6,14 bzw. 5,82 Millionen, das entspricht einem Marktanteil von 19,4% bzw. 18,4%, der Fernsehfilm am Mittwoch erreichte durchschnittlich 4,82 Mio. (15,8% MA), den Freitagsfilm schalteten 4,85 Mio. ein (16,2% MA) und den Krimi am Sonntag verfolgten durchschnittlich 6,86 Millionen Zuschauer (19,7% MA).

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW