DasErste.de - Springe direkt zu

Inhalt.
Hauptnavigation.
Weitere Inhalte.

10.02.2012

Inhalt

Leitlinien für die Programmgestaltung der ARD 2007/2008 (Kurzversion)

 

Präambel

Leitlinien (Bild: Das Erste) Bildunterschrift: Leitlinien für die Programmgestaltung ]
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk erfüllt mit der Gesamtheit seiner Angebote und Dienstleistungen eine unverzichtbare gesellschaftliche Funktion. Die ARD stellt ein unabhängiges, hochwertiges und nachhaltiges Programm für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen bereit. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt des Gemeinwesens wie auch zur Integration in Deutschland und Europa.

Die Erfüllung ihres Programmauftrags verbindet die ARD mit einem auf Werten wie Menschenwürde, Toleranz und Minderheitenschutz gründenden Qualitätsanspruch. Dieser Qualitätsanspruch gilt für alle durch den Rundfunkstaatsvertrag und die ARD-Grundsätze festgelegten Kernbereiche Information, Bildung, Beratung, Unterhaltung und Kultur. Journalistische Qualitätsmerkmale wie unabhängige Recherche, sorgfältige Auswahl, sachkundige Aufbereitung, objektive Darstellung und anschauliche Vermittlung prägen insbesondere die Informationsangebote der ARD.

Um eine unabhängige Berichterstattung zu garantieren, unterhält die ARD im In- und Ausland ein leistungsstarkes Netz von Korrespondentinnen und Korrespondenten. Auf der Grundlage dieser Qualitätsstandards trägt sie wesentlich zur freien öffentlichen Meinungsbildung zu allen relevanten politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen der Zeit bei. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 11. September 2007 zur Gebührenfestsetzung weist dieser publizistischen Vielfalt eine herausragende Rolle für die Funktionsweise einer Demokratie zu und leitet daraus die Notwendigkeit eines gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks ab. Die ARD fühlt sich verpflichtet, der Erhaltung dieser Vielfalt in der Bandbreite all ihrer Angebote und Leistungen im Sinne des Bundesverfassungsgerichts gerecht zu werden.

Die ARD produziert und fördert originäre Formate wie beispielsweise den künstlerischen Fernsehfilm, den Dokumentarfilm, aufwendige Reportagen und investigative Magazinsendungen. Um das journalistische, handwerkliche und technische Können sicherzustellen, bildet die ARD ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst aus und stellt adäquate Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Hinsichtlich ihrer Produktionen und Verbreitungswege fördert sie am Zuschauerinteresse orientierte technologische Entwicklungen.

Durch regelmäßige Überprüfung und Überarbeitung bestehender und die Entwicklung neuer, innovativer Programme sowie mit einem umfangreichen Onlineangebot und einem rund um die Uhr aktualisierten Teletext stellt sich die ARD den Herausforderungen einer zunehmend komplexer werdenden, globalisierten und digitalisierten Welt. Die ARD will mit ihren Programmangeboten dem jeweiligen Format und spezifischen Sendeplatz entsprechend ein größtmögliches Zuschauerinteresse wecken.

Als föderaler Senderverbund spiegelt die ARD die Vielfalt und Identität aller Regionen in der Bundesrepublik wider. Die Darstellung Ost- und Mitteldeutschlands verdient dabei weiterhin besondere Beachtung, um den Prozess der inneren Einheit Deutschlands zu fördern.

Die Rundfunkräte der in der ARD zusammengeschlossenen Anstalten überwachen die Einhaltung der Programmgrundsätze. Die ARD verfügt durch die Programmausschüsse der Rundfunkräte, die Konferenz der Gremienvorsitzenden und den ARD-Programmbeirat für Das Erste über Akteurinnen und Akteure, die wirkungsvoll die Instrumente der Qualitätssicherung ergänzen und zur Fortentwicklung des Programmangebots beitragen und damit den verfassungsrechtlichen Vorgaben vor allem im Hinblick auf eine binnenplurale, unabhängige und insbesondere staatsferne Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten entsprechen.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW