Folge 193: Liebeswahn
Samstag, 26. Juni 2004, 18.45 Uhr
Die Patienten: Nach Feierabend in der Praxis: Sommerfeld versorgt eine Schnittwunde an Caro Reimanns Hand, die sie sich beim Gläserspülen zugezogen hat. Sommerfeld spürt schnell, dass die junge Frau mehr bedrückt als diese eher harmlose Verletzung. Zögernd vertraut sie sich ihm an: Vor ein paar Wochen ist sie von Magdeburg nach Berlin gezogen um einen lästigen, äußerst hartnäckigen Verehrer loszuwerden, von dem sie sich verfolgt und bedroht fühlte. Bernd Bruckner so der Name des Mannes hat sich auf ihre Spur gesetzt und sie im Restaurant gegenüber der Praxis, wo sie als Kellnerin jobbt, ausfindig gemacht.
Der Terror, vor dem sie geflüchtet war, geht weiter: Bernd belästigt Caro mit permanenten Anrufen, Unmengen von roten Rosen und Gedichten. Außerdem bewirbt er sich in eben jenem Restaurant als Koch, um in ihrer Nähe zu sein.
Sommerfeld bietet Caro seine Hilfe an. Er stellt Bernd zur Rede und fordert ihn auf, Caro in Ruhe zu lassen. Als er am nächsten Morgen zu seinem Wagen kommt, sind alle vier Reifen platt und ein Drohbrief von Bernd klemmt an der Windschutzscheibe. Sofort macht er sich auf den Weg zu Caros Wohnung. Dort hat Bernd Caro bereits in seine Gewalt gebracht. Er bedroht sie mit einer Schere und will sie mitnehmen auf die letzte große Reise. Dank eines zweiten Schlüssels, den die Nachbarin verwahrt, kommt Sommerfeld in die Wohnung.
Familie und Praxis: Uschi schwebt auf Wolke sieben. Ronni hat ihr ordentlich den Kopf verdreht. Auch Atze bemüht sich nach Kräften, Uschi zu beeindrucken. Er ahnt nicht, dass dies im Moment vergebliche Liebesmüh ist.
Sommerfeld sorgt sich um Nina: Sie kommt mit dem Tod ihrer Mutter nicht zurecht, hat Alpträume und mag nichts mehr essen. Katja sieht Sommerfeld zurzeit nur selten. Der Grund: Sie kümmert sich aufopferungsvoll um ihren Ex-Freund, den aus dem Koma erwachten Jochen Weise. Dieser hat nur ein sehr begrenztes Erinnerungsvermögen und weiß nicht, dass Katja und er seit Jahren getrennt sind. Katja hat nicht den Mut, es ihm zu sagen. Sie befürchtet zu Recht, dass diese Eröffnung die mühsam erreichten Therapieziele gefährden könnte.