Inhalt.
Hauptnavigation.
Weitere Inhalte.
Bildunterschrift:
Dieter Glanz und seine Frau Gloria geben rauschende Partys.
]
(Spielfilm Deutschland 2010)
Die Gier nach Geld, nach Macht und Anerkennung, nach Freundschaft und Liebe steht im Zentrum von Dieter Wedels Film. Frei nach wahren Begebenheiten erzählt er die betrügerischen Machenschaften eines Hochstaplers: Dieter Glanz ist ein charismatischer Finanzjongleur und ein begnadeter Menschenfänger, dem die Reichen das Geld hinterherwerfen. Sie hoffen auf fantastische Gewinne, ihre Gier lässt sie blind werden.
Für die Recherchen zu seinem Drehbuch hat Dieter Wedel lange vor dem globalen Finanzcrash mit Bankern und Anlegern, aber auch mit Hochstaplern gesprochen, daneben hat er eigene Erfahrungen mit Investmentbankern in seinen Film einfließen lassen.
"Gier" ist zugleich Komödie und Thriller. Ein Film, der unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält und zeigt, wie schnell die Gier nach Reichtum Menschen in ihren Bann zieht.
Bildunterschrift:
Der Anlageberater Dieter Glanz macht allen etwas vor.
]
Der charismatische Finanzmagier Dieter Glanz hat offenbar die Lizenz zum Gelddrucken. Seine begeisterten Anleger schwärmen von außergewöhnlichen Renditen. Auch der junge Andy Schroth, von Beruf Immobilienmakler, lässt sich von der allgemeinen Profitgier anstecken. Er leiht sich Geld von Arbeitskollegen und von seinen Eltern und schafft es, in den kleinen Kreis exklusiver Investoren aufgenommen zu werden. Gemeinsam mit Dieter Glanz feiert er rauschende Partys und träumt in Champagnerlaune vom ganz großen Reichtum.
Noch ahnt niemand, dass die Freigebigkeit von Glanz, der Luxus, mit dem er sich umgibt, nur Mittel zum Zweck sind. Die Anleger sollen in Sicherheit gewiegt werden, nicht durchschauen, dass sie es selbst sind, die den ganzen riesigen Aufwand finanzieren und immer wieder frisches Geld nachschieben.
Doch die versprochene Gewinnausschüttung verzögert sich immer wieder. Der Traum von der schnellen Rendite wird zum Alptraum. Die Staatsanwaltschaft befasst sich mit den fragwürdigen Geschäftsmodellen von Glanz, der sich inzwischen nach Südafrika abgesetzt hat. Als Andy schließlich Glanz die Pistole auf die Brust setzt, spitzt die Situation sich dramatisch zu ...
Bildunterschrift:
Andy Schroth hat seinen Vater durch einen vermeintlich sicheren Anlagetipp in den Ruin gestürzt.
]
Andy Schroth ist Angestellter einer mittelgroßen Immobilienfirma mit mittelgroßem Einkommen und mittelgroßen beruflichen Aussichten. Mit Hilfe seiner schwerreichen Kundin Eva Wendler, die sich zum Freundeskreis des sagenhaften Dieter Glanz zählt, gelingt es ihm, an den neuen "König Midas" heranzukommen. Bei einer rauschenden Party, auf der Reiche und Prominente sich ausgelassen amüsieren, lernt Andy endlich den Finanzzauberer kennen, in dessen Händen angeblich alles zu Gold wird. Geblendet vom buchstäblichen Glanz des weltmännischen Gastgebers will auch Andy bei Glanz investieren. Doch der empfindet überraschend Sympathie für den jungen Mann, der ihn an seine eigenen Anfänge erinnert. Als Glanz allerdings in Zahlungsschwierigkeiten gerät, nimmt er widerstrebend auch Geld von Andy an: 1,5 Millionen soll er investieren. Andy überredet seinen Vater, seine Kollegen und sogar seinen Zahnarzt, ihm Geld zu leihen.
Andy ist glücklich, endlich zum exklusiven Club der Reichen zu gehören und wartet – neben vielen anderen – sehnsüchtig auf die Ausschüttung der versprochenen Gewinne. Doch der Geldsegen verzögert sich. Stattdessen mehren sich Gerüchte um die Seriosität des Finanzjongleurs ...
Bildunterschrift:
Dieter Glanz will sich mit seinem Geld aus dem Staub machen.
]
Der zwielichtige Dieter Glanz hat sich nach Südafrika abgesetzt. Die Stimmung unter seinen Investoren ist gereizt. Doch der Finanzguru kann die Zweifel noch einmal beseitigen. Riesige Gewinne sollen bald ausgeschüttet werden.
Für den jungen Andy Schroth, der sich für seine Investition hoch verschuldete, geht es inzwischen steil bergab: Er verliert seinen Job, seine Frau Sabine und schließlich auch sein Haus. Unterdessen ermittelt Staatsanwalt Sasse gegen den mutmaßlichen Betrüger Glanz. Noch halten seine "gläubigen Jünger" Glanz die Treue. Ihre Gefühle schwanken zwischen Liebe und Hass, Zweifel und blinder Zuversicht. Doch als Andy die Machenschaften seines Freundes durchschaut, wird er zum gefährlichen Gegner.
Nach einer Schießerei mit einer Amok laufenden Anlegerin wird Glanz inhaftiert und nach Deutschland ausgeliefert. In einem aufsehenerregenden Prozess lässt er sich als Robin Hood feiern, der die Armen beschenkte und die gierigen Reichen um ihr Schwarzgeld brachte.
Ulrich Tukur spielt die Hauptrolle in Dieter Wedels Film über die betrügerischen Machenschaften eines Hochstaplers, dessen Geschichte frei nach wahren Begebenheiten erzählt wird.
In weiteren Rollen:
Devid Striesow als Andy Schroth
Uwe Ochsenknecht als Leon Grünlich
Heinz Hoenig als Vater Schroth
Harald Krassnitzer als Hajo Novak
Kai Wiesinger als Alfi Baumer
Jeanette Hain als Gloria Glanz
Sibel Kekilli als Nadja Hartmann
Katharina Wackernagel als Sabine Schroth
und viele andere
Buch und Regie: Dieter Wedel
Musik: Harold Faltermeyer und Eberhard Schoener
Kamera: Wedigo von Schultzendorff
Im Ersten
Teil 1: Mi, 20. Januar 2010 | 20:15 Uhr
Teil 2: Do, 21. Januar 2010 | 20:15 Uhr
Auf Arte
Teil 1: Fr, 15. Januar 2010 | 20:15 Uhr
Teil 2: Fr, 15. Januar 2010 | 21:45 Uhr
Im Anschluss an den ersten Teil (Mittwoch, 20. Januar 2010, um 21.45 Uhr) diskutiert die politische Talksendung "hart aber fair" das Thema Gier weiter. Was macht uns blind vor Gier, welche Macht hat Geld über uns, gibt es eine "gute" Gier? Frank Plasberg hat unter anderen Regisseur Dieter Wedel, den Schauspieler Harald Krassnitzer, den Milliarden-Pleitier Jürgen Schneider und den Geldforscher Professor Matthias Sutter in seiner Sendung zu Gast.
Am selben Abend um 23.30 Uhr zeigt Das Erste die Dokumentation "Geld für alle! Gibt es eine bessere Welt?" (NDR/SWR). Der Film zeigt unkonventionelle Ideen und praktizierte Modelle zur Krisenabwehr – jenseits der aktuellen Diskussion über Bankenaufsicht, Bonuszahlungen und transparente Finanzprodukte.
Und am Samstag, 16. Januar 2010, um 15.03 Uhr strahlt Das Erste ein Porträt von Dieter Wedel in der Reihe "höchstpersönlich" (Radio Bremen) aus.