SENDETERMIN Do, 12.01.17 | 22:45 Uhr | Das Erste

Nuhr im Ersten

Sendung vom 12. Januar 2017 | Video verfügbar bis 12.01.2018

Ingo Appelt garantiert messerscharfe Beobachtungen, brillanten Wortwitz, sowie freche und verschmitzte Pointen. Als "Enfant terrible der Comedy" wird er gerne ins kommerzielle, wie ins öffentliche Fernsehen eingeladen. In seinem runderneuerten Programm "Besser ist besser!" zeigt Ingo Appelt den modernen Weg zu einem besseren Leben.

Frank Fischer: Fühlen Sie sich beobachtet? Haben Sie Angst vorm Fliegen oder vor Fliegen Willkommen im Club! Frank Fischer, selbst stolzer Besitzer verschiedener Ängste und bekennender Hypochonder, zeigt, dass in dem Thema mehr Komik steckt, als man vermutet.

Masud ist Flüchtling, sein Alter nicht gänzlich überliefert. Ethno-Comedy macht er zwar nicht, ist aber trotzdem und für viele gerade deshalb äußerst lustig. Widersprüche und Sprüche wechseln sich bei ihm gekonnt ab. Zurück bleibt der Zuschauer, reicher an Pointen. Und Gedanken.

Bei Torsten Sträter ist Idiotie nicht nur ein leeres Wort. Er erzählt von gebrochenen Menschen und sonderbaren Begebenheiten, aber er lotet auch die stillen Nuancen des Miteinanders aus. Und das alles mit einer angenehmen Stimme.

Ingo Appelt

Ingo Appelt
Ingo Appelt

1967 in Essen geboren, beginnt Ingo Appelt 1982 nach der Schule eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Wie im "Pütt" verbreitet, schlägt Ingos Herz schon bald links und Ende der 1980er Jahre hat er seinen ersten Auftritt bei der Jugendkonferenz der IG Metall, der 1990 in die erste Tournee mündet: mit dem Programm "Heiter Be-Sinnlich" tourt Ingo durch die Republik.

1991 folgt der Zivildienst, Ingo intensiviert nebenbei seine Auftrittstätigkeit. 1993 stehen bereits 130 Gastspiele mit dem Programm "Wir sterben und Sie machen Witze" in seinem Kalender, 240 Gigs sind es in 1994 – außerdem wird das Fernsehen auf Ingo aufmerksam: Er ist bei "RTL Samstag Nacht", der "RTL Nachtshow" und bei "Late Night mit Thomas Gottschalk" (RTL) ein gern gesehener Gast.

1996 ist Zeit für ein neues Programm. "Der Abräumer" macht seinem Namen alle Ehre und so lassen auch weitere TV-Highlights nicht auf sich warten. 1999 genießt Ingo geradezu ein Popstar-Image: Er tritt bei der Echo-Verleihung auf und Marius Müller-Westernhagen lädt ihn als Supporting-Act für die Abschiedstournee ein – das beschert Ingo einen Stadion-Auftritt vor 75.000 Zuschauern. Das hat auch Auswirkungen auf Ingos eigene Tournee: Jeweils 120.000 Zuschauer sehen Ingos "Wet Side Tour" 1999 und 2000.

2000 erhält Ingo auch seine eigene Fernsehshow: "Die Ingo Appelt Show" geht bei ProSieben auf Sendung. Nach einem "ersten offiziellen Babyjahr" 2001 startet Ingo 2002 und 2003 mit seinem neuen Programm "Superstar" wieder voll auf der Bühne durch. 2005 läuft das Programm "Superstar" mit zwei Highlights aus: die CD zur Tour wird veröffentlicht und ProSieben strahlt einen Live-Mitschnitt der Show aus. Aber Ingo gönnt sich keine Pause: Schon im Herbst 2005 tourt er wieder – mit dem neuen Programm "Retter der Nation". 2006 vergeht kaum ein Tag, an dem Ingo nicht mit seinem neuen Programm auf der Bühne steht. Überdies nimmt er sich wieder Zeit für Gastauftritte.

Ende 2008 steht der programmatische Titel für das erste Buch, Hörbuch und des nächsten Tourprogramms fest: "Männer muss man schlagen!". 2009 und 2010 wird die "Männer muss man schlagen!-Tour" erfolgreich fortgesetzt und Ingo ist im Kinofilm: "Morgen, ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film" auf der Leinwand zu sehen. Seit 2010 ist Ingo auch regelmäßig bei "Nuhr im Ersten" zu Gast. 2011 beginnt mit neuen Folgen des Quatsch Comedy Club – und es geht wieder auf die Bühne. Das Motto: "Frauen sind Göttinnen – Wir können nur noch beten!" Halleluja!

2014 ist Ingo erstmals seit 1999 nicht nur Gast, sondern regelmäßiger Gastgeber einer Fernsehsendung: Er übernimmt als Moderator die traditionsreiche Satiresendung "Kabarett aus Franken" im Bayerischen Fernsehen.

Anfang 2015 folgte das runderneuerte Programm: "Besser ist besser!" und Ingo ist weiterhin regelmäßiger Gast bei "Nuhr im Ersten".

Frank Fischer

Frank Fischer
Frank Fischer

Fühlen Sie sich beobachtet? Haben Sie Angst vorm Fliegen oder vor Fliegen? Willkommen im Club! Frank Fischer, selbst stolzer Besitzer verschiedener Ängste und bekennender Hypochonder, zeigt, dass in dem Thema mehr Komik steckt, als man vermutet.

Wie ein Speichelsauggerät beim Zahnarzt zur ernsthaften Bedrohung werden kann und wieso die ZDF-Hitparade in seiner Kindheit als Ersatz für Horrorfilme diente – all dies schildert der Gewinner zahlreicher Kabarettpreise in vielen absurden Geschichten. Dabei zeigt er anschaulich, dass auch die Angst vor Herbert Grönemeyer oder dem Seitenbacher-Müsli-Mann durchaus berechtigt ist.

Achtung: Humor ist eingeplant.  Zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen befragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Wenn Sie aber zum Lachen nicht alleine in den dunklen Keller gehen möchten, dann sind Sie hier genau richtig. Nur keine Angst!

Frank Fischer ist gebürtiger Südhesse und wohnt seit 2006 im schönen Mainz.

Bereits zu seiner Studentenzeit stand er mit eigenen Kabarettprogrammen auf der Bühne und entschied sich dann 2005 ganz und gar für die Bretter, die angeblich die Welt bedeuten.

Seitdem spielt er etwa 120 Auftritte im Jahr auf allen bekannten und unbekannten Kleinkunstbühnen. Auch im Fernsehen ist er immer wieder gern gesehener Gast, so beispielsweise in Ottis Schlachthof, Kabarett aus Franken, NightWash oder Funkhaus.

Frank Fischer wurde bisher mit insgesamt 18 Kabarett- und Kleinkunstpreisen ausgezeichnet, darunter dem Fränkischen Kabarettpreis und dem ffn-Comedy-Award. 2011 erhielt er in Bonn den Publikumspreis des renommierten Prix Pantheon.

Auszeichnungen

  • Gewinner "Prix Pantheon"
  • Gewinner "Hamburger Comedypokal"
  • Gewinner "Fränkischer Kabarettpreis"
  • Gewinner "NDR Comedy-Contest", Hamburg
  • Gewinner "FFN-Comedy-Award", Hannover
  • Gewinner "Heilbronner Lorbeeren" (Jury+Publikum)
  • Gewinner "Melsunger Kabarettpreis"
  • Gewinner "Rottweiler Kabarettpreis"
  • Gewinner "Schwelmer Kleinkunstpreis"
  • Gewinner "Hallertauer Kleinkunstpreis"
  • Gewinner "Niedersächsischer Laubenpieper"
  • Gewinner "Goldene Weißwurscht", München
  • Gewinner "Bad Bockleter Brunnenschöpfer"
  • Gewinner "Comedy-Connect", Nürnberg
  • Preisträger "Paulaner Solo", Fürstenfeldbruck
  • Preisträger "Krefelder Krähe"
  • Preisträger "Ottobrunner Kabarettwettbewerb"
  • Preisträger "TAM-Basilisk", Waidhofen/Österreich

Masud

Masud
Masud

Masud erinnert sich noch genau, wie seine Eltern mit seinem Bruder und ihm aus dem Iran nach Deutschland kamen. Damals war Masud ein Jahr alt, sein Bruder war drei, seine Mutter so um die elf, sein Vater 59. Das Wort "Babysitter" kannten Masud und sein Bruder nicht. Sein Vater sagte immer: "Masud, ich weiß wie man Kinder macht, ich war am Kindermachprozess beteiligt; so schwer war es gar nicht. Ich weiß also, wie man neue macht". Dafür hatte Masud in der Schule immer die frischesten Pausenbrot, kein Wunder: Seine Mutter saß ja im Klassenzimmer nebenan.

Nach seinem freiwilligen Jahr in einer mexikanischen Psychiatrie und Erfahrungen mit dem Berliner Improtheater betrat er während eines einjährigen USA-Aufenthaltes 2009 in San Francisco zum ersten Mal eine Comedybühne. Probleme mit der Einordnung seiner Person gab es von vornherein. Der Veranstalter fragte sich skeptisch: "Who the fuck is Masud Akbarzadeh?" Das wurde dann folgerichtig der Titel seines ersten Bühnenprogramms und – nach abgebrochenem Jura- und Medizinstudium und einer beendeten Schauspiel- und Regieausbildung – der Beginn seiner Comedykarriere.

Masud, auch ohne klassische Musikausbildung, komponierte dafür unter anderem die inoffizielle Hymne Berlins mit dem Titel "Schwein". Und gerade weil er als Ausländer und vermeintlicher Muslim immer wieder auf Probleme stößt, wenn er sich schweinehaltige Nahrungsmittel kaufen möchte (ja, Masud, weiß, wie man Currywurst macht, er hatte sogar schon mal einen Schweineschock – Integration gelungen!) arbeitet er verbissen an seinem Rezept für Kaugummis mit Schweingeschmack.

Mit seiner frisch-frechen Art – bei der er immer Gentlemen bleibt – kam er unter anderem 2014 ins Finale des RTL-Comedy-Grad-Prix (wo er Mirja Boes "ein bisschen Angst" [Zitat] einjagte), konnte sich für das Jahresfinale des Quatsch-Comedy-Clubs in Berlin qualifizieren und den NDR-Comedy-Contest für sich entscheiden.

Torsten Sträter

Torsten Sträter
Torsten Sträter

Torsten Sträter – Bei ihm ist Idiotie nicht nur ein leeres Wort. Er erzählt von gebrochenen Menschen und sonderbaren Begebenheiten, aber lotet auch die stillen Nuancen des Miteinanders aus.

»Ich bin Torsten Sträter.

Ich wiege bei 1,80 Höhe etwa eine halbe Tonne, weswegen ich nicht damit rechne, Booking-Anfragen für Katalogfotos zu bekommen. Ich komme darüber weg. Wenn ich nicht an meinen Geschichten für Bücher und Lesungen arbeite, sitze ich auf dem rapide durchschimmelnden Holzmobiliar meines Balkons. Ich weiß nicht, was in diese Baumarktleute gefahren ist – man bricht sich sicher keinen Zacken aus der Krone, wenn man Gartenmöbeln aus Holz einen Zettel beilegt: Bitte einölen, imprägnieren oder nur in der Wohnung benutzen! Wer soll das wissen? Bis Ende des Sommers, vermutlich arbeite ich dann grade an einem Essay über Pudding oder sowas, wird im hellen Sonnenlicht das Holz unter mir explodieren und ich werde von einem Stuhlbein gepfählt. Gut, dass ich den Bon noch habe.

Ich bin, wenn ich mich nicht in Gefahr begebe, in der Republik unterwegs und lese vor – bei Poetry Slams, auf Sololesungen, Lesebühnen und bizarren Mixed Shows (Ein Orgelspieler, ein Luftballontier-Clown, eine Frau, die mit Küchengeräten spricht, ich. So in der Art.) Fakt ist: Der Poetry Slam hat mich hervor gebracht … allerdings bin ich, was meine Teilnahme an Slams angeht, so unzuverlässig, dass gemunkelt wird, in meinem Keller stände ein Glücksrad, das folgende Felder aufweist:

- Playstation spielen
- Urologe
- Paniermehl kaufen und Brot klonen
- Liegen
- Caprisonne-Tüten abheften
- Zum Poetry Slam fahren

Das ist natürlich Unfug. "Urologe" ist nicht drauf. "Playstation spielen" dafür zwei Mal. Was noch?

Ich stehe (jugendliche Formulierung) auf Musik von Sinatra, Rammstein und Bach, beneide Menschen, die gut Piano spielen können (und mit "beneide" meine ich "hasse"), kann z. B. über Horst Evers, Fritz Eckenga, Malmsheimer, Onkel Fisch, Helge Schneider und Stromberg lachen, nicht aber über den Psychopathen, der bei uns frühmorgens durch die Siedlung fährt und beschissene Flötenmusik vom Band spielt, damit man ihm Metallschrott bringt. Was denkt der Vogel sich? Dass ich da um sieben aus der Kiste schnelle und ausrufe:

'POTZTAUSEND! Da isser wieder! Da werde ich doch direkt mal eine Heizungsverkleidung abschrauben und sie noch in Unterhose feilbieten! Ich wusste doch gar nicht, wohin damit! Endlich wird dieser Klumpen Blech seiner wahren Bestimmung zugeführt: Unter die Fittiche des kettenrauchenden Schrott-Eumels mit seiner völlig unmelodischen, ja kakophonischen Drecksflöte! Hurra!'

Dafür unterstütze ich den deutschen Buchhandel. Durch massives Einkaufen und Auftritte. Lassen Sie sich gesagt sein: Kleine Buchläden sind schöner. Und besser. Warum? Fragen Sie sich einfach, was Sie lieber tun …

a) über Bücher reden.
b) Rolltreppe fahren.

Der neue Roman über mittelalterliche Reiseprostitution kostet übrigens überall das gleiche. Also kann es kein Fehler sein, dort zu kaufen, wo man Sie wiedererkennt.
Na ja …
Halten Sie die Ohren steif – und wenn Sie das anatomisch nicht geregelt kriegen, blicken Sie einfach nach vorn. Hinter Ihnen ist meistens nix.

Ihr Torsten Sträter«

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