SENDETERMIN Mo, 02.12.13 | 22:45 Uhr

Die Gäste der Sendung am 02. Dezember 2013

Kabarettist Dieter Nuhr
Kabarettist Dieter Nuhr ist Gastgeber der Sendung "Satire Gipfel" im Ersten

Dieter Nuhr erwartet diesmal: Nessi Tausendschön, Sebastian Pufpaff, Andreas Rebers und Ingo Appelt.

Nessi Tausendschön – Bei ihrer  Zierpflanzengärtnerlehre fand sie das Bellis perennis, das gemeine Gänseblümchen, das auch "Tausendschön" genannt wird. Danach wurde ihr Leben von viel Schönem durchzogen wie Blumen, Ostermärschen und Heintjeplatten. Ihre Stärke heute ist es, gemeine Texte durch die Blume zu sagen. Ihre Kabaretttexte sind mal böse, mal melancholisch, ihre Figuren anrührend und hochkomisch.

Sebastian Pufpaff: "Ich habe die seriöse Schiene ausprobiert, doch der Nachname war stärker und hat mich ziemlich schnell in die Welt des Humors entführt, wo ich endlich ernst genommen werde." Sein Programm ist kein Programm, es ist eine Sichtweise, eine Meinung. Wer verstehen will, dem bleibt manchmal nur die Frage als Antwort, auf all die Fragen dieser Welt.

Andreas Rebers spricht, singt, spielt Akkordeon und Klavier, auf keinen Fall Gitarre. Minimalistische Pointen sind seine Stärke. Sprachlich präzise und geschliffen, hochmusikalisch, facettenreich und mit großer Freude an politischer Unkorrektheit entzieht er sich hakenschlagend allen Kategorien.

Ingo Appelt – als "Enfant terrible der Comedy" gerne ins private, wie ins öffentliche Fernsehen eingeladen, tourt er seit den 80er Jahren erfolgreich durch die Republik. Mit seinem letzten  Programm "Frauen sind Göttinnen – Wir können nur noch beten!", das auch  als "Messe des schwarzen Humors" beschrieben wird, setzt Ingo Appelt seine Erfolgstournee fort.

Nessi Tausendschön

Nessie Tausendschön
Nessie Tausendschön

Nessi Tausendschön ist ein Naturereignis: Geboren in Hannover, rüttelt sie an allem, was nicht niet- und nagelfest ist. Wenn es Türen sind, springen sie auf, sind es Herzen, gehen sie auf. Diese Stimme, mit der sie provoziert und parodiert, spricht, spielt und singt, ein Organ, das tremolierend jede Amsel in den Schatten stellt. Und diese Energie, mit der sie das Publikum mitnimmt zu Kabarett und Comedy, Politik und großem Theater, zu anarchischem Unsinn und Spielfreude. 

Nessi Tausendschön, herzerfrischende Zynikerin und Welt-Chanteuse von beispielloser Anmut, hat schon vor Jahren eine große, demokratische Leerstelle gefüllt, indem sie sich selbst zur „Königin von Deutschland“ gewählt hat. Und zu Recht bekam sie dafür alle namhaften Preise der Branche, wie u.a. den Salzburger Stier, den Deutschen Kleinkunstpreis und den Deutschen Kabarettpreis. Sie ist seit Jahren eine feste Größe auf dem Gebiet des depressiven Liedgutes, speziell des Trauer- und Verblüffungsgesanges, dabei aber vorgetäuscht sinnenfreudigen Kabaretttexten, sowie eine selbsternannte Kapazität in Ausdruckstanz und bodenständiger Zerknirschungslyrik. Schabrackentum und gelebte Stutenbissigkeit, das sind ihre Ressorts. Der Unterschied zwischen Wirklichkeit und Realität ist nicht zu lokalisieren und das verunsichert schwerwiegend.

Sebastian Pufpaff

»Ich habe die seriöse Schiene ausprobiert, doch der Nachname war stärker und hat mich ziemlich schnell in die Welt des Humors entführt, wo ich endlich ernst genommen werde.«

(Sebastian Pufpaff)

Sebastian Pufpaff
Sebastian Pufpaff

Er wird als der George Clooney des Kabaretts bezeichnet. Das Publikum gab ihm den Prix Pantheon 2010 und seitdem die anderen Kollegen nicht mehr können, reißt sich sogar das Fernsehen um ihn. Sein Programm ist kein Programm, es ist eine Sichtweise, eine Meinung. Wer verstehen will, dem bleibt manchmal nur die Frage als Antwort, auf all die Fragen dieser Welt.

Sebastian Pufpaff  wurde am 15. September 1976 in Troisdorf geboren. Er ist Kabarettist, Moderator und Entertainer. Nach eigenen Angaben brachte ihn sein Nachname zur Comedy. Um sich nicht verspotten zu lassen, ging er in die Offensive, absolvierte einen Comedy-Workshop und gründete 2003 mit Henry Schumann und dem Pianisten Martin Zingsheim das Kabarett-Trio "Das Bundeskabarett", das sich in seinem aktuellen Tourprogramm "Ein schwerer Fall" mit Deutschland, seiner Wiedervereinigung und dem ewigen Konflikt zwischen Ossis und Wessis beschäftigt.

Als Solokünstler konnte er sich bereits mit Auftritten in den Sendungen Mitternachtsspitzen, Fun(k)haus und Nightwash sowie beim Satire Gipfel den Fernsehzuschauern präsentieren.

Seine erste Auszeichnung als Solokabarettist erhielt er 2010 im Rahmen des deutschen Kabarett-Wettbewerbs Prix Pantheon, bei dem er "mit einem scharfzüngigen, hintersinnigen und politisch herrlich unkorrektem Auftritt" die Zuschauer so begeisterte, so dass sie ihn mit dem Publikumspreis Beklatscht & Ausgebuht beehrten. Seit Januar 2011 ist er mit seinem ersten Soloprogramm "Warum!" in Deutschland auf Tour unterwegs.

Im Springmaus-Improvisations-Theater in Bonn war er schauspielerisch von 2005 bis 2009 im Springmaus Party-Ensemble tätig und stand Bill Mockridge zusätzlich als Regie-Assistent zur Seite.

Andreas Rebers

Andreas Rebers
Andreas Rebers

Minimalistische Pointen sind seine Stärke. Andreas Rebers spricht, singt, spielt Akkordeon und Klavier, auf keinen Fall Gitarre.

Andreas Rebers wächst im niedersächsischen Weserbergland auf, wo er mit der Stimmungskapelle "Los Promillos" auf Schützen-, Feuerwehr- und Vereinsfesten sein erstes musikalisches Betätigungsfeld findet. Während seines späteren Studiums an der Universität Hannover ergeben sich erste Kontakte zur freien Theaterszene und zum Kabarett. Von 1984 bis 1988 studiert er bei Thomas Aßmus Akkordeon. 1989 wird er Musikalischer Leiter des Schauspiels am Staatstheater Braunschweig und arbeitet als Komponist für Bühnen- und Schauspielmusiken. Ab 1991 betätigt sich Andreas Rebers auch als freischaffender Autor und Kabarettist – sein erstes Soloprogramm "Realitätsverluste" stellt er im gleichen Jahr vor. In regelmäßigem Abstand entstehen weitere Soloprograme, so zum Beispiel "Musik und gute Laune" und "Schluss mit lustig". Sein Markenzeichen ist ein Akkordeon, das er Strapsmaus betitelt. 1997 wechselt Andreas Rebers vom Braunschweiger Schauspielhaus an die Münchner Lach- und Schießgesellschaft und wird Ensemblemitglied. Unter seiner Federführung entstehen die beiden Programme "Die Polka-Krise" und "Das vertanzt sich". 1998 verlässt Andreas die Münchner Lach und Schießgesellschaft. Eine Kabaretttriologie über das "Ich", "Überich" und "Untermir" entsteht. 2003 gewinnt er den Publikumspreis des Prix Pantheon.

Im Laufe der Zeit erhält er für die nachfolgenden Soloprogramme die höchsten Auszeichnungen, die im deutschsprachigen Kabarett vergeben werden – den Salzburger Stier (2006), den Deutschen Kleinkunstpreis (2007) und den Deutschen Kabarettpreis (2008) und den Musikpreis beim Bayerischen Kabarettpreis (2013). Sprachlich präzise und geschliffen, hochmusikalisch, facettenreich und mit großer Freude an politischer Unkorrektheit entzieht er sich "hakenschlagend allen Kategorien". Neben zahlreichen Fernsehauftritten ist Andreas Rebers regelmäßig im Satire Gipfel zu Gast. Sein aktuelles Programm trägt den Titel "Predigt erledigt"

Ingo Appelt

Ingo Appelt
Ingo Appelt

1967 in Essen geboren beginnt Ingo Appelt 1982 nach der Schule eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Wie im "Pütt" verbreitet, schlägt Ingos Herz schon bald links und Ende der 1980er Jahre hat er seinen ersten Auftritt bei der Jugendkonferenz der IG Metall, der 1990 in die erste Tournee mündet: mit dem Programm "Heiter Be-Sinnlich" tourt Ingo durch die Republik.

1991 folgt der Zivildienst, Ingo intensiviert nebenbei seine Auftrittstätigkeit. 1993 stehen bereits 130 Gastspiele mit dem Programm "Wir sterben und Sie machen Witze" in seinem Kalender, 240 Gigs sind es in 1994 – außerdem wird das Fernsehen auf Ingo aufmerksam: er ist bei "RTL Samstag Nacht", der "RTL Nachtshow" und bei "Late Night mit Thomas Gottschalk" (RTL) ein gerngesehener Gast.

1996 ist Zeit für ein neues Programm. "Der Abräumer" macht seinem Namen alle Ehre und so lassen auch weitere TV-Highlights nicht auf sich warten. 1999 genießt Ingo geradezu ein Popstar-Image: er tritt bei der Echo-Verleihung auf und Marius Müller-Westernhagen lädt ihn als Supporting Act für die Abschiedstournee ein – das beschert Ingo einen Stadion-Auftritt vor 750.000 Zuschauern. Das hat auch Auswirkungen auf Ingos eigene Tournee: jeweils 120.000 Zuschauer sehen Ingos "Wet Side Tour" in 1999 und 2000. In 2000 erhält Ingo auch seine eigene Fernsehshow: "Die Ingo Appelt Show" geht bei ProSieben auf Sendung. Nach einem "ersten offiziellen Babyjahr" in 2001 startet Ingo 2002 und 2003 mit seinem neuen Programm „Superstar" wieder voll auf der Bühne durch. 2005 läuft das Programm "Superstar" mit zwei Highlights aus: die CD zur Tour wird veröffentlicht und ProSieben strahlt einen Live-Mitschnitt der Show aus. Aber Ingo gönnt sich keine Pause: schon im Herbst 2005 tourt er wieder – mit dem neuen Programm "Retter der Nation". 2006 vergeht kaum ein Tag, an dem Ingo nicht mit seinem neuen Programm auf der Bühne steht. Überdies nimmt er sich wieder Zeit für Gastauftritte.

Ende 2008 steht der programmatische Titel für das erste Buch, Hörbuch und des nächsten Tourprogramms fest: "Männer muss man schlagen!". 2009 und 2010 wird die "Männer muss man schlagen!-Tour" erfolgreich fortgesetzt und Ingo ist im Kinofilm: "Morgen, ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film" auf der Leinwand zu sehen. Seit 2010 ist Ingo auch regelmäßig im Satire Gipfel zu Gast. 2011 beginnt mit neuen Folgen des Quatsch Comedy Club – und es geht wieder auf die Bühne. Das Motto: "Frauen sind Göttinnen – Wir können nur noch beten!" Halleluja! Mit mehr als 85 Auftritten legt die als "Messe des schwarzen Humors" beschriebene Tournee einen fulminanten Start hin, bei dem die Zuschauer kaum aus dem Lachen herauskommen: überall zahlreiche Zugaben und euphorische Resonanz etwa bei Facebook bezeugen das eindrucksvoll.

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