SENDETERMIN Mo, 04.03.13 | 22:45 Uhr

Die Gäste der Sendung vom 04. März 2013

Dieter Nuhr erwartet in seiner Sendung am 4. März 2013: Carolin Kebekus, Wilfried Schmickler und Torsten Sträter.

Carolin Kebekus: Die Stand-Up-Comedienne und Schauspielerin mit den Rehaugen und dem ungezügelten Mundwerk hat die Begabung, den ganz normalen Wahnsinn unserer Gesellschaft bis ins Detail zu beobachten, zu parodieren und aufzudecken. Ob es um Pubertätsverwirrungen, Fernsehkultur, Konsumhaltung oder Porno geht: Mit starker Mimik und Stimme gesegnet, lässt Carolin Kebekus ihren Mädchen-Charme spielen, um dann hemmungslos zu pöbeln, Tabus zu brechen und das Publikum zu begeistern.

Seit über 30 Jahren macht Wilfried Schmickler politisches Kabarett. Er wurde beschrieben als der "Scharfrichter unter den deutschen Kabarettiste", als "Berufs-Choleriker" oder "Mann mit der lingualen Axt", als "bissig und bitterböse, sarkastisch und unglaublich komisch", als "Wortakrobat mit messerscharfem Wortwitz".

Bei Torsten Sträter ist Idiotie nicht nur ein leeres Wort. Er erzählt von gebrochenen Menschen und Hunden, der Spargelsaison, dem Leben vor dem Tod im Ruhrgebiet und anderen sonderbaren Begebenheiten.

Carolin Kebekus

Carolin Kebekus

Carolin Kebekus

Die Stand-Up-Comedienne und Schauspielerin mit den Rehaugen und dem ungezügelten Mundwerk hat die Begabung, den ganz normalen Wahnsinn unserer Gesellschaft bis ins Detail zu beobachten, zu parodieren und aufzudecken. Ob Pubertätsverwirrungen, Fernsehkultur oder Konsumhaltung, bis hin zum Porno: Mit starker Mimik und Stimme gesegnet, lässt sie ihren Mädchen-Charme spielen, um dann hemmungslos zu pöbeln, Tabus zu brechen und das Publikum in Ekstase zu bringen.

Die Kölnerin wurde 1980 geboren und ist als Komikerin, Sängerin und Schauspielerin bekannt geworden. Sie spielte unter anderem in Comedy-Formaten wie, „Was guckst du?!“ (Sat1),  „RTL Freitag Nacht News“ und „RTL-Comedy Nacht“. Mit ihren Stand-Ups ist sie regelmäßig zu Gast in Sendungen wie „NightWash“ (WDR), „Quatsch Comedy Club“ (Pro7), „Cindy aus Marzahn und die jungen Wilden“ (RTL) oder auch in Kabarettsendungen wie „Stratmanns“ und „Ladies Night“ (beide WDR).

2011 war sie festes Mitglied im Ensemble der neuen „Sat.1-Wochenshow“. In den Jahren 2010 bis 2012 präsentierte sie sich in ihrer Pro7-Show „Broken Comedy“ in Sketchen sowie als Moderatorin; die Sendung wurde 2010 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert. Für die RTL-Produktion „Kinder, Kinder“ stand sie als Schauspielerin vor der Kamera, die Serie wurde 2007 mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet. 2011 erschien ihr Debütalbum „Ghetto Kabarett“. Sie gewann die renommierten Kabarett-/Comedypreise „Tegtmeiers Erben“ und „Prix Pantheon. Derzeit ist sie erfolgreich mit ihrem Bühnenprogramm „PussyTerror“ auf Tournee.

Im Kino spielte Carolin Kebekus zuletzt neben einem Cameo-Auftritt im Kaya Yanar-Film „Agent Ranjid“ die Rolle der Lehrerin Frau Goethe in dem Kinoerfolg HANNI & NANNI 2.

Filmografie (Auswahl)

2012Agent Ranjid ...
Hanni und Nanni 2, Kino, Regie: Julia von Heinz
Die Wochenshow, TV, Regie: diverse
2010/2011Broken Comedy, Pro7
2009Morgen, ihr Luschen! – Der Ausbilder Schmidt Film, Kino, Regie: Mike Eschmann
2007Vollidiot, Kino, Regie: Tobi Baumann
Kinder, Kinder, TV, Regie: Tobi Baumann, Heinz Dietz
WunderBar, TV, Regie: Joris Hermans
2003RTL Freitag Nacht News, TV

Wilfried Schmickler

Wilfried Schmickler

Wilfried Schmickler

Wilfried Schmickler wurde am 28. November 1954 in Leverkusen geboren. Schmickler lebt seit 1990 in der Kölner Südstadt. Nach dem Abitur 1973 absolvierte er seinen Zivildienst in einer Jugendeinrichtung, in der er mit der Post-Hippie-Szene in Berührung kam. Die Erfahrungen mit der selbstverwalteten Jugendszene führten zur Gründung einer Sprech- und späteren Theatergruppe, aus der schließlich das Trio Matsche, Works und Hallies, bzw. Pullrich hervorging, mit dem Schmickler einige Jahre lang Bühnenerfahrung sammelte.

Als der Kabarettist Jürgen Becker 1989 beim Kabarett-Trio 3-Gestirn Köln 1 ausstieg, wurde Schmickler, vermittelt durch Becker, dessen Nachfolger. Als Mitglied des 3-Gestirns erhielt er zusammen mit Heiner Kämmer und Wolfgang Nitschke 2001 den Deutschen Kleinkunstpreis.

Nachdem das 3-Gestirn sich aufgelöst hatte, trat Schmickler fortan als Solokünstler auf und wurde schließlich 2007 mit dem Deutschen Kabarettpreis und im Rahmen des Prix Pantheon mit dem Sonderpreis Reif & Bekloppt ausgezeichnet. 2009 wurde er erneut mit dem renommierten Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie Kabarett bedacht. Wilfried Schmickler wird beschrieben als der "Scharfrichter unter den deutschen Kabarettisten", als "Berufs-Choleriker" oder "Mann mit der lingualen Axt", als "Wortakrobat mit messerscharfem Wortwitz".

Wilfried Schmickler macht seit über 30 Jahren politisches Kabarett und auch in seinem neuen aktuellen Programm geht es immer aktuell "Weiter" und zwar so, wie man ihn kennt: bitterböse und kompromisslos, unbequem und hochpolitisch, aber immer höchst unterhaltsam, gnadenlos und ohne falsche Rücksichtnahme, unbequeme gesellschaftliche Wahrheiten aussprechend!  Schmickler absolviert rund 120 Live-Auftritte pro Jahr, auch regelmäßig im Satire Gipfel. Er gehört seit 20 Jahren zum Stammpersonal der WDR-Mitternachtsspitzen und jeden Montag um kurz vor 11 stellt er auf WDR 2 die "Montagsfrage".

Privat engagiert sich Wilfried Schmickler zusammen mit Jürgen Becker und anderen Kollegen ehrenamtlich an einer Köln-Ehrenfelder Hauptschule, um gemeinsam mit den Schülern ein bühnenreifes Programm auf die Beine zu stellen.

Auszeichnungen

  • 2001 – Deutscher Kleinkunstpreis mit dem 3-Gestirn
  • 2007 – Prix Pantheon, Sonderpreis Reif & Bekloppt
  • 2008 – Deutscher Kabarettpreis, Hauptpreis
  • 2009 – Deutscher Kleinkunstpreis, Sparte Kabarett
  • 2010 - Salzburger Stier

Torsten Sträter

Torsten Sträter

Torsten Sträter

Geb. 1966 in Dortmund
Autor und Slam-Poet, Kolumnist, Satiriker, Komiker und Vorleser.
Konfektionsgröße: 54
Schuhgröße: 42
Haar: Graubraun
Augen: Blau
Religion: Nix da.

Geboren im Ruhrgebiet mit den üblichen Parametern: Gestrickte Pullis, samstags Daktari, danach Badewanne. Später in den Achtzigern dann Zuwendung zur Gothic-Szene, aber ohne rechten Ehrgeiz, eigentlich nur wegen der schwarzen Mäntel. 900 Dosen Haarlack später dann Ausbildung zum Herrenschneider. Geringster Auszubildendenlohn überhaupt, aber irgendwie reichts … und heute spart man ja, wenn man sich die Hose selbst kürzt.
Literatur-Fokus damals: Stephen King. Heinz Erhard. Ephraim Kishon. Die Neunziger sind von völliger Orientierungslosigkeit geprägt: Sakko zur Lederhose, nur eine Herdplatte, wechselnde Damenbekanntschaften, aber immer am Arbeiten.
Außerdem ziehe ich oft um. Kerouac-artige Unruhe und Nichtsesshaftigkeit. Habe statistisch in jeder vierten Wohnung im Dortmunder Norden gehaust. Immer dabei: mein Sekretär. Möbel, nicht Mann.

Einschneidenstes Erlebnis: Bekifft in JURASSIC PARK.

Das neue Jahrtausend: Hatte mir eigentlich nix vorgenommen, wegen Milleniumuntergang. Findet dann doch alles statt. Planlos bis 2002. 2004 lese ich einen so schlechten Thriller (markiger FBI-Mann, sexy israelische Agentinnen mit permanent aufplatzender Bluse, Mafiosi, die andere beim Nudelessen erschießen), das ich selbst mit dem Schreiben beginne. Erste Geschichte kapitaler Käse, aber ein Anfang ist gemacht. Werde Vater. Wunderbar.

2005: Ein Kleinverlag verlegt mein erstes Buch, JACKS GUTENACHTGESCHICHTEN. Verkauft sich so gut, dass zwei Folgebände erscheinen und der Verlag eine Postkarte in die Bücher legt, die irritiert hinterfragt, WER ZUM GEIER die ganzen Bücher kauft.

Erste Lesung direkt im Haus des Buches, Leipzig. Schiebe ein Humorbuch namens BRAINSPAM hinterher. Es ist nicht so richtig gut. Dafür aber grauenhaft lektoriert. Werde damit zum Begründer einer Humorform, die darauf fußt, versehentlich ganze Sätze wegzulassen.

2008. Ein Kollege lädt mich ein, meine Texte in einer Dortmunder Hafenkneipe vorzutragen. Da wäre Poetry Slam. Mache ich. Nach zwanzig Minuten des Vortragens packt er mich am Ärmel. Ich müsse zum Ende kommen. Sage ihm, ich hätte noch 17 Din-A-4 Seiten, dann wäre ich durch. Er erklärt mir das Poetry Slam-Konzept: 6-7 Minuten Vortragszeit, keine Hilfsmittel oder Gesänge, danach gibt das Publikum Zensuren. Aha.

Macht aber Spaß. Ich bleibe dabei und arbeite mich hoch.

NRW-Poetry-Slam-Champion 2009
NRW-Poetry-Slam-Champion 2010
NRW-Poetry-Slam-Champion 2012

Gewinner der FRITZ NACHT DER TALENTE, Admiralspalast Berlin, 2010 Gewinner des Jahresfinales Bunker Slam, Hamburg, 2011. Beginne mit Sololesungen (hoher Anteil freie Erzählung).

Es läuft. Mal kommen fünf Zuschauer, mal acht … aber es werden nach und nach mehr.

2011 erscheint im CARLSEN Verlag Hamburg DER DAVID IST DEM GOLIATH SEIN TOD. Der WDR erklärt es zum lustigsten Buch 2011. Die Schlagzahl nimmt zu. Auftritte so ziemlich überall, mal in Mixed Shows, mal solo, mal mit Künstlern wie Horst Evers und Fritz Eckenga.

2012 erscheint SELBSTBEHERRSCHUNG UMSTÄNDEHALBER ABZUGEBEN, erneut im CARLSEN Verlag.

Dezember 2012: Gewinner des Passauer Scharfrichterbeils 2012 Wunderschönes Beil, übrigens.

Ich bin jetzt eher Ende als Mitte 40, fühle mich aber gut. Ich darf die Republik bereisen, Geschichten erzählen, lästern, vorlesen. Bin genau im richtigen Alter. War ich aber schon immer.

Weitere Zahlen:
Peinlichster Auftritt: 2010 vor 1200 völlig schockierten Bankern.
Lächerlichstes Bühnenoutfit: Lilafarbenes Oberhemd (inzwischen vergraben).
Tritt meist mit Mütze auf. Und in schwarz.
Teuerste Mütze: ARMANI EXCHANGE, 100 Euro.
Billigste: 3 Euro, Flohmarkt (Neuware).
Keine Bahncard 100. Führerschein.
Schulbildung: Realschule.
Seit 2008 über 300 Bühnenauftritte – Poetry Slams, Lesebühnen, Solo-Shows.