Regisseur Jochen Alexander Freydank im Porträt

Jochen Alexander Freydank
Jochen Alexander Freydank

Der Berliner Jochen Alexander Freydank wusste früh, dass er Filme machen möchte. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Cutter. Dann arbeitete er als Regieassistent, verfasste Drehbücher für verschiedene TV-Formate und sammelte erste Regieerfahrungen mit Kurz- und Werbefilmen. Über die Jahre etablierte sich Freydank erfolgreich im Fernsehsektor, u. a. als Producer der populären Arztserie "In aller Freundschaft".

1999 gründete er in Berlin die Produktionsfirma Mephisto Film GbR, unter deren Dach er auch seine eigenen Regiearbeiten – darunter die Kurzfilme "Notfall" (2001) und "Dienst" (2003) – realisierte.

Über einen Zeitraum von vier Jahren arbeitete Freydank als Autor, Regisseur und Produzent an der Fertigstellung seines Kurzfilms "Spielzeugland". Der Film erzählt, wie die Mehrheit der deutschen Bevölkerung im Nationalsozialismus durch bewusste Verdrängung und Verleugnung die Verfolgung und Ermordung ihrer jüdischen Mitbürger nicht nur hinnahm, sondern erst möglich machte. "Spielzeugland" erhielt zahlreiche Preise auf nationalen und internationalen Festivals und wurde in der Kategorie "Short Film" in Los Angeles 2009 mit dem Oscar ausgezeichnet.

2011 inszenierte Jochen Freydank für den Saarländischen Rundfunk seinen ersten "Tatort". Die Folge "Heimatfront" spielt im Milieu deutscher Afghanistan-Veteranen. Nach sehr guten Kritiken erhielt Freydank zahlreiche Angebote im deutschen Fernsehen. So realisierte er die Tragikomödie "Und weg bist Du" (2012) mit Christoph Maria Herbst, für die Jochen Freydank 2013 den Bayerischen Fernsehpreis erhielt.

2013 begann Freydank mit den Dreharbeiten zu seinem ersten langen Kinofilm "Der Bau". Der Stoff beruht auf einer Erzählung von Franz Kafka. Die Hauptrolle übernahm Axel Prahl. Beim Filmfestival im koreanischen Busan feierte der Spielfilm im Oktober 2014 Premiere; nach weiteren Festivalaufführungen startete der Film im Sommer 2015 in den deutschen Kinos.

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