Gespräch mit Jochen Alexander Freydank

Regie

Regisseur Jochen Alexander Freydank.
Regisseur Jochen Alexander Freydank.

"Trugspur" ist für Sie nach "Engelmacher" bereits Ihr zweiter Usedom-Krimi. Was überzeugt Sie an dieser Reihe?

An der Reihe gefällt mir, dass sie eine Mischung aus Krimi und Drama ist. Das finde ich faszinierend und spannend als Format. Außerdem drehe ich natürlich auch gern da, wo die Geschichte spielt: Usedom. Katrin Sass und Lisa Maria Potthoff sind tolle Schauspielerinnen, mit denen ich sehr gern arbeite. Außerdem ist es ein Format, das, obwohl es in einer der schönsten Gegenden unseres Landes spielt, nicht versucht, süßlich oder pseudoromantisch zu sein. Und der Erfolg gibt dem Usedom-Krimi da Recht.

Worin besteht Ihr persönlicher Draht zur Insel Usedom?

Ich habe schon ein paar Filme an der Ostsee gedreht, das ist jetzt mein vierter Film dort. Ich war da aber auch als Kind schon oft, daher habe ich zu der Gegend eine persönliche Beziehung. Früher war ich allerdings öfter dort, heute bin ich an der Ostsee eher in der Nicht-Saison – oder um zu arbeiten.

Die drei Frauen haben ein problematisches Verhältnis zueinander. Was verändert sich in "Trugspur"zwischen ihnen?

Ja, nennen wir es mal "problematisch". Grundsätzlich ist die ganze Reihe ja auch dadurch aufgeladen, dass es diese Mutter-Tochter-Geschichte gibt. Die Lage zwischen Kommissarin Thiel und ihrer Mutter spitzt sich in diesem Film noch deutlich weiter zu – und das ist vor allem bei zwei so großartigen Schauspielerinnen wie Katrin Sass und Lisa Maria Potthoff sehr spannend.

Sie haben für "Trugspur" wieder einige Bilder auf der polnischen Seite Usedoms gedreht, zum Team gehören deutsche und polnische Kollegen. Wie ist das Besondere an der deutsch-polnischen Zusammenarbeit?

Grundsätzlich ist das ja ein wichtiger Aspekt, der diese Serie speziell macht: Dass sie eben da gedreht wird, wo die Geschichte effektiv spielt, mit polnischen Darstellern, die auch polnisch sprechen. Das macht die Filme dieser Reihe deutlich authentischer. Und wir haben wirklich sehr gute Schauspieler aus Polen, die man eben sonst nicht kennt, zumindest hier nicht. Abgesehen davon ist es natürlich ein interessantes Gefühl, in einem Europa, in dem die Grenzen gerade wieder aufgebaut werden, in einer Region zu drehen, wo man die Grenzen eigentlich gar nicht so merkt. Man sieht den Unterschied zwar ein bisschen an den Preisen in den Restaurants, aber auf der deutschen Seite arbeiten mindestens genauso viele Polen wie auf polnischer Seite und auf polnischer Seite trifft man eben auch eine Menge Deutsche. Man merkt dort zunehmend weniger, dass man über die Grenze fährt, was gerade in unserer Zeit irgendwie angenehm ist.

Was schätzen Sie an der Arbeit mit den Hauptdarstellerinnen Lisa Maria Potthoff, Katrin Sass und Emma Bading?

Sie sind einfach unheimlich präzise in ihrem Spiel. Man kann sich gegenseitig fordern und dazu bringen, dass in den Szenen nochmal eine weitere Ebene entsteht. Das ist ein sehr angenehmes und konstruktives Arbeiten. – Außerdem haben sie einen guten Humor, das ist mir immer wichtig. Wirklich! Das ist viel wert.

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