Gespräch mit Lena Urzendowsky

Jäckies (Oskar Bökelmann) Besuch freut Simone (Lena Urzendowsky).
Jäckies Besuch freut Simone.

Sie spielen mit Simone Simmank einen sehr zerrissenen Charakter. Was fanden Sie spannend an dieser Rolle?

Genau das hat mich interessiert! Diese Zerrissenheit bietet eine Vielseitigkeit, die einfach Spaß macht zu spielen. Simone ist oft unberechenbar und reagiert unvorhersehbar. Sich trotzdem in so eine Person hineinzuversetzen und das in der Rolle dann nachzuvollziehen, reizt mich.

Simone wirkt mal störrisch und aggressiv, dann wieder kindlich und zerbrechlich – wie haben Sie sich an die Rolle herangetastet?

Ich denke, Simone weiß eigentlich sehr gut, wo sie hinwill. Nur wenn ihr Plan nicht ganz so läuft, wie sie gehofft hatte, oder man sie emotional zu sehr reizt, dann gehen ihre Gefühle schnell mal mit ihr durch. Im Grunde genommen sehnt sie sich aber nach Zärtlichkeit und Vertrautheit, was eben diese andere Seite von ihr ausmacht.

Warum nimmt Simone die Schuld für den Brand auf sich? Wie gut können Sie das nachvollziehen?

Es gibt dafür meiner Meinung nach nicht den einen einzigen Grund. Das wäre viel zu einfach. Da spielen sowohl emotionale als auch pragmatische Aspekte eine Rolle. Jäckie hat sie damals beschützt, als die anderen Jungs aus dem Heim sie sexuell belästigt haben. Da ist also an erster Stelle eine große Dankbarkeit ihrerseits. Hinzu kommt, dass er für sie eine Art großen Bruder und besten Freund darstellt. Sie tut also gerne etwas für ihn, um ihm zu zeigen, wie lieb sie ihn hat, aber auch generell, um mal das Gefühl zu haben, etwas wirklich Sinnvolles und Aufopferndes gemacht zu haben. So was tut ja zumindest im ersten Moment sehr gut. Und letztlich weiß sie auch, dass sie aufgrund ihres Alters in kleinere Schwierigkeiten kommt als er. Das ist, wenn man so will, der pragmatische Grund.

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