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Die Firma dankt

Gerade noch war Adam Krustenstern anerkannter Leiter der Entwicklungsabteilung seiner Firma. Nach der Übernahme durch einen Global Player scheint das nicht mehr zu gelten. | Bild: SWR/Alexander Kluge

Gerade noch war Adam Krustenstern anerkannter Leiter der Entwicklungsabteilung seiner Firma. Nach der Übernahme durch einen Global Player scheint das nicht mehr zu gelten.

Eine schnelle Kündigungswelle hat die meisten seiner Kollegen hinweggefegt. Adam allerdings wurde zu einem Wochenende ins Gästehaus der Firma eingeladen und eine persönliche Betreuerin wird ihm dort auch zugeteilt. Hier wird sich entscheiden, ob Adam noch Abteilungsleiter ist.

Die Firma stellt sich neu auf und Adam Krusenstern wird auf dem Firmenlandsitz mit Personalmanager John, dem für seine Jugend erstaunlich selbstbewussten Sandor Personalconsultant Ella und Assistentin Mayumi konfrontiert.

Personalmanager John, Personaltrainierin Ella und Sandor scheinen schon ohne Krustenstern mit der ersten Besprechung angefangen zu haben. Und welche Rolle spielt überhaupt Sandor?

Personalchef John spricht von Entspannungswochenende, vom neuen Besitzerkonsortium, Zeitlimit gibt es keines – und im Gegensatz zu Adam scheinen Sandor und Ella zu wissen, was mit all dem gemeint ist.

Die neuen Firmenrepräsentanten, die Adam kennenlernt: Mayumi, Sandor, John und Ella irritieren Adam genauso wie die Ausstattung des Landsitzes, auf dem das entscheidende Wochenende stattfinden soll.

Was hat der betont lockere Ton in Johns Willkommensgruß zu bedeuten? Krustenstern sieht überall Fallstricke.

An einem Konferenztisch zu sitzen ist Sandors Sache nicht, er zieht das Sofa vor. Und wie immer eifert John ihm nach.

John und Ella scheinen die Devise des Entspannungswochenende tatsächlich ernst zu nehmen. Dabei bauen sie ganz entspannt ein Bedrohungsszenario für Adam auf. Adam versucht Haltung zu bewahren. Er steht unter Druck, will beweisen, was er kann. Aber wem? Und wie? Und wie kann es sein, dass der rotzige Praktikant Sandor ihn so herablassend behandelt?

Wenn Sandor eine Idee hat, machen die John, Ella und Mayumi klaglos mit. Und sei es eine kostümierte Moorhuhnjagd in Anlehnung an die Geschichte des Landsitzes.

Mayumi bereitet Adam auf die Party vor, mit gutem Zuspruch und merkwürdigen Ratschlägen.

Adam klammert sich an das, was er 20 Arbeitsjahre lang vertreten hat. Auch wenn das in der neuen Arbeitswelt nichts mehr zu bedeuten scheint und die neue Unternehmenskultur immer abgedrehter auf Adam wirkt. Ella und Adam erleben die Präsentation des neuen Vorstandsvorsitzenden.

Sandor absolviert seine Vertragsunterzeichnung wie den Auftritt eines Popstars. Ist das die neue Firmenkultur?

Bei der Party zeigt Personalconsultant Ella sich von einer neuen Seite mit einem Aufritt als Sängerin.

Je weiter das Wochenende fortschreitet, desto unwahrscheinlicher wird, dass Adam jemals darin Fuß fassen wird. Adam hat beschlossen, die Initiative zu ergreifen und beruft ein Meeting ein. In seiner Sicht professionell. Aus der Sicht von Ella, John, Sandor und Mayumi sehr Old School.

Alptraum? Realität? Je weiter das Wochenende fortschreitet, dest schwieriger wird es für Adam das einzuschätzen. Ungewohnten Strukturen ausgesetzt, seines Macherstatuslquote beraubt und in fremder Umgebung fühlt Adam sich der neuen Arbeitskultur, die ihm da entgegenschlägt, immer stärker ausgeliefert.

Adams größte Befürchtung ist eingetreten: Er wird genötigt, die Firma "freiwillig" zu verlassen. Wie zum Hohn macht John noch ein Abschiedsfoto mit Blumenstrauß, Ella und Mayumi, bevor Adam den endgültigen Tritt erhält ...