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Die Firma dankt

Adam Krustenstern (Thomas Heinze), all seiner Selbstsicherheit beraubt.
Adam Krustenstern, all seiner Selbstsicherheit beraubt. | Bild: SWR/ Alexander Kluge

Fernsehfilm Deutschland 2018

Gerade noch war Adam Krustenstern anerkannter Leiter der Entwicklungsabteilung seiner Firma. Nach der Übernahme durch einen Global Player scheint das nicht mehr zu gelten. Eine schnelle Kündigungswelle hat die meisten seiner Kollegen hinweggefegt. Adam allerdings wurde zu einem Wochenende ins Gästehaus der Firma eingeladen und eine persönliche Betreuerin wird ihm dort auch zugeteilt.

Es scheint um seine berufliche Zukunft zu gehen. Aber von Zielvereinbarungen oder Anforderungsprofilen ist bei John, dem neuen Personalchef, und Ella, der ebenso neuen Personaltrainerin, nicht die Rede. Sondern von Entspannung und Urlaub. Aber auch von Challenge und High Engagement.

Adam versucht Haltung zu bewahren. Er steht unter Druck, will beweisen, was er kann. Aber wem? Und wie? Und wie kann es sein, dass der rotzige Praktikant Sandor ihn so herablassend behandelt?

Adam klammert sich an das, was er 20 Arbeitsjahre lang vertreten hat. Auch wenn das in der neuen Arbeitswelt nichts mehr zu bedeuten scheint und die neue Unternehmenskultur immer abgedrehter auf Adam wirkt. Je weiter das Wochenende fortschreitet, desto unwahrscheinlicher wird, dass Adam jemals darin Fuß fassen wird.

Ungewohnten Strukturen ausgesetzt, seines Macherstatuslquote beraubt und in fremder Umgebung fühlt Adam K. sich der neuen Arbeitskultur, die ihm da entgegenschlägt, immer stärker ausgeliefert. 

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Regisseur Paul Harather arbeitet mit Lust an sarkastischer Zuspitzung und gibt Szenen und Bildern immer mehr surreale Anmutungen mit, die mitnehmen in Adams Empfinden, sich mitten in einem Alptraum zu befinden, den er nicht mehr steuern kann. Paul Harather adaptierte mit "Die Firma dankt" das vielgespielte Bühnenstück von Lutz Hübner und Sarah Nemitz, bereits seine zweite Adaption eines Stücks der beiden nach "Blütenträume" von 2016. Sein Ensemble wird angeführt von Thomas Heinze in der Rolle des Adam Krusenstern, den Ludwig Trepte, Fabian Hinrichs, Nora Waldstätten und Gloria Endres de Oliveira als Repräsentanten der neuen Arbeitswelt einer Prüfung unterziehen – und die doch fast alle den Bedingungen genauso hilflos ausgeliefert sind.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Adam Krusenstern Thomas Heinze
Sandor Ludwig Trepte
John Fabian Hinrichs
Ella Nora Waldstätten
Mayumi Gloria Endres de Oliveira
Musik: Ulrich Sinn
Kamera: Andreas Schäfauer
Buch: Paul Harather
Regie: Paul Harather
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